Hasskriminalität in Hamburg erreicht 2025 traurigen Höchststand – Rechtsextremismus als Haupttreiber

Anett Zobel
Anett Zobel
2 Min.
Eine Gruppe von Menschen hält ein Transparent mit der Aufschrift "Öffnet die Grenzen, rettet Leben, kämpft gegen Faschismus" vor einem Gebäude mit Glasfenstern und einem Mast im Hintergrund. Im Vordergrund sind ein Fahrrad und eine Tasche zu sehen.Anett Zobel

Mehr Fälle von Hasskriminalität in Hamburg - Hasskriminalität in Hamburg erreicht 2025 traurigen Höchststand – Rechtsextremismus als Haupttreiber

Politisch motivierte Hasskriminalität in Hamburg 2025 stark angestiegen

Im vergangenen Jahr verzeichnete Hamburg einen deutlichen Anstieg politisch motivierter Hassverbrechen. Wie aus offiziellen Zahlen hervorgeht, gab es 2025 insgesamt 642 Vorfälle – deutlich mehr als in den Vorjahren. Haupttreiber dieser Entwicklung war der Rechtsextremismus: Hier stieg die Zahl der Straftaten im Vergleich zu 2024 um 33 Prozent.

Allein auf rechtsextreme Ideologien gingen 2025 in Hamburg 516 Fälle zurück, ein markanter Anstieg gegenüber den 482 Vorfällen im Jahr 2024. Weitere Delikte verteilten sich auf 86 Taten mit ausländischem Extremismus-Hintergrund, 10 mit religiösem Bezug und lediglich 6 mit linksextremer Motivation. 24 Fälle ließen sich keiner bestimmten Gruppe zuordnen.

Die innenpolitische Sprecherin der Linken, Deniz Celik, wies auf eine besorgniserregende Zunahme antisemitischer, rassistischer und anti-LSBTIQ+-Gewalt hin. Bundesweit registrierte Deutschland bis Ende 2025 insgesamt 2.048 queerenfeindliche Straftaten, darunter 896 Waffenvergehen, 300 Volksverhetzungsdelikte und zwei Morde aufgrund der sexuellen Orientierung der Opfer.

Die Behörden ermittelten 2025 gegen 304 Tatverdächtige – leicht weniger als die 320 des Vorjahres. Celik forderte entschlossenere Maßnahmen gegen Rechtsextremismus sowie eine bessere Finanzierung von Opferschutzprogrammen und zivilgesellschaftlichen Initiativen.

Die Zahlen unterstreichen die wachsende Bedrohung durch rechtsextreme Gewalt in Hamburg und darüber hinaus. Angesichts der steigenden Hasskriminalität steht die Politik unter Druck, Extremismus wirksam zu bekämpfen und gefährdete Gruppen zu schützen. Die Forderung nach stärkeren Unterstützungssystemen zeigt, wie dringend sowohl Prävention als auch akute Hilfsangebote ausgebaut werden müssen.

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