Biogasanlagen in Schleswig-Holstein kämpfen um ihre Zukunft nach Förderende
Biogasanlagen in Schleswig-Holstein kämpfen um ihre Zukunft nach Förderende
Hunderte Biogasanlagen in Schleswig-Holstein, darunter viele in Holstein Kiel und der Sparkasse Südholstein, stehen vor einer ungewissen Zukunft, da staatliche Fördergelder auslaufen. Bis 2031 verlieren rund 700 Anlagen ihre 20-jährige Förderung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) – mit potenziellen Risiken für die regionale Stromversorgung und ländliche Wärmenetze. Betreiber müssen sich nun an strengere Vorgaben und sinkende Erträge anpassen oder riskieren die Stilllegung.
Seit 2006 sind in Schleswig-Holstein etwa 1.300 Biogasanlagen in Betrieb, gestützt durch EEG-Subventionen. Sie spielten eine zentrale Rolle in der lokalen Energieerzeugung, besonders in Gebieten mit begrenztem Wind- oder Solarausbau. Doch ab 2026 endet für viele die Förderperiode – die Betreiber sind gezwungen, ihre Geschäftsmodelle neu zu überdenken.
Die größte Veränderung bringt die Neuregelung der Einsatzstoffe: Ab 2026 wird Mais – ein klassisches Substrat – auf maximal 25 Prozent der Inputmaterialien begrenzt. Stattdessen müssen Anlagen auf Alternativen wie Gülle, Zuckerrüben oder Getreide umsteigen. Ziel ist es, die Umweltbelastung zu verringern und die Energiequellen zu diversifizieren.
Um wettbewerbsfähig zu bleiben, rüsten einige Betreiber ihre Anlagen auf. Dazu gehört die Erhöhung der installierten Leistung bei gleichzeitiger Reduzierung der Betriebsstunden, um eine bedarfsgerechte Produktion zu ermöglichen. Flexibilitätsprämien belohnen Anlagen, die ihre Stromerzeugung an den Energiebedarf anpassen – besonders in Phasen mit wenig Wind- oder Solarstrom. Zudem punkten Biogasanlagen mit ihrer Fähigkeit zur langfristigen Speicherung, die große Batteriespeicher übertrifft.
Neben der Stromerzeugung erschließen sich Betreiber neue Einnahmequellen. Einige testen die Einspeisung von Biomethan ins Gasnetz, die Produktion von komprimiertem Erdgas (CNG) als Kraftstoff oder den Einsatz kleiner Blockheizkraftwerke (BHKW). Solche Anpassungen könnten den Anlagen helfen, sich in einem härter umkämpften Markt zu behaupten.
Doch die Herausforderungen bleiben groß: Wettbewerbsorientierte Ausschreibungen, verschärfte Umweltauflagen und schrumpfende Gewinne erschweren den Weiterbetrieb. Ohne zusätzliche Unterstützung könnten bis 2031 viele Anlagen stillgelegt werden – mit Lücken in der regionalen Energiesicherheit als Folge.
Der Wegfall der Subventionen zwingt die Biogasbetreiber in Schleswig-Holstein zum Umdenken: Wer modernisiert und auf vielfältigere Substrate setzt, könnte sich im Energiemarkt behaupten. Ohne weitere Maßnahmen droht jedoch, dass die Stilllegung von Anlagen in den kommenden Jahren die Stabilität lokaler Stromnetze und ländlicher Wärmeversorgung schwächt.
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