Fünf Städte schmieden Bündnis gegen organisierte Kriminalität und Sozialbetrug
Fünf Städte schmieden Bündnis gegen organisierte Kriminalität und Sozialbetrug
Neue Initiative GeKo Rhein Wupper gestartet: Fünf Städte im Kampf gegen organisierte Kriminalität und Sozialbetrug
Eine neue Initiative mit dem Namen GeKo Rhein Wupper hat ihre Arbeit aufgenommen, um organisierte Kriminalität und Sozialleistungsbetrug in fünf Städten Nordrhein-Westfalens wirksamer zu bekämpfen. Das von Wuppertal aus koordinierte Projekt vereint Langenfeld, Leverkusen, Remscheid, Solingen und Wuppertal, um Fachwissen zu bündeln und gegen illegale Machenschaften vorzugehen. Eine aktuelle gemeinsame Aktion in Langenfeld deckte bereits betrügerische Meldepraktiken und Verstöße im Wohnungswesen auf.
Die zentrale Koordinierungsstelle in Wuppertal nahm vergangene Woche ihre Tätigkeit auf und wird vom Land finanziert. Ihr Ziel ist es, die Zusammenarbeit zwischen Behörden bei der Bekämpfung organisierter Kriminalität, Sozialbetrug und weiterer kommunaler Herausforderungen zu verbessern. Die Initiative fördert den Austausch von Spezialwissen, bewährten Verfahren und die Sensibilisierung für neue Problemfelder.
Bei einer kürzlichen Ermittlung in Langenfeld wurden 12 Scheinwohnsitze aufgedeckt, die auf Bürger:innen aus Osteuropa gemeldet waren. Die Behörden bestätigten, dass diese Personen nun abgemeldet werden. In einem weiteren Fall führte ein Meldeverstoß zur offiziellen Abmeldung, nachdem der Verdacht einer vorgetäuschten Vaterschaft aufgekommen war. Eine dritte Adresse geriet wegen des Verdachts auf Scheinanmeldungen in den Fokus – möglicherweise, um Einwanderungsregeln zu umgehen.
Die Aktion brachte zudem unerlaubte Nutzungsänderungen von Immobilien ans Licht, die gegen das Wohnraumstärkungsgesetz verstoßen. Ermittler:innen stellten fest, dass einige Personen großzügige Wohnflächen erworben hatten, die in keinem Verhältnis zu ihren angegebenen Einkünften standen. Dies wirft Fragen nach Schwarzarbeit und Lohnvorenthaltung auf. Bei sieben Personen ist der rechtliche Status noch ungeklärt; die Behörden prüfen mögliche Verstöße.
Die fünf Gründungsstädte – Langenfeld, Leverkusen, Remscheid, Solingen und Wuppertal – sind derzeit die einzigen bestätigten Mitglieder der Initiative. Weitere Kommunen für eine spätere Aufnahme wurden bisher nicht genannt.
Die Initiative GeKo Rhein Wupper hat bereits zahlreiche Fälle von Betrug und illegalen Wohnpraktiken aufgedeckt. Durch die engere Vernetzung der Behörden will das Projekt organisierte Kriminalität und Sozialbetrug effizienter bekämpfen. Die Ermittler:innen werden verdächtige Immobilieninvestitionen und Meldekonstrukte in der Region weiter im Blick behalten.
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