Frauen prägen Apotheken – doch Lohnlücke und Care-Arbeit bleiben ungelöst
Frauen prägen Apotheken – doch Lohnlücke und Care-Arbeit bleiben ungelöst
Frauen dominieren den deutschen Apothekenmarkt – doch Lohnungleichheit und Care-Arbeit bleiben Probleme
Fast 90 Prozent der Beschäftigten in öffentlichen Apotheken in Deutschland sind Frauen. Doch trotz ihrer starken Präsenz spiegeln sich auch hier die allgemeinen geschlechtsspezifischen Ungleichheiten bei Bezahlung und unbezahltem Pflegeaufwand wider. Neue Daten zeigen sowohl Fortschritte als auch anhaltende Herausforderungen für Frauen in diesem Berufsfeld.
Der Anteil weiblicher Auszubildender in Apotheken ist in den letzten zehn Jahren stetig gestiegen. 2015 waren etwa 65 Prozent der Pharmazie-Azubis Frauen, doch bis 2025 wird ihr Anteil voraussichtlich auf 75 bis 80 Prozent steigen. Männer machen mittlerweile nur noch 20 bis 25 Prozent der Auszubildenden aus, wie aus Zahlen der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände und des Statistischen Bundesamts hervorgeht.
Frauen besetzen bereits heute die Mehrheit der Positionen im Sektor. Unter den approbierten Apotheker:innen sind 74,1 Prozent weiblich. Noch höher ist der Frauenanteil in der Ausbildung: 74,8 Prozent der Pharmaziestudierenden im Praktikum (Pharmazeut:innen im Praktikum, PiP) sind Frauen. Bei Pharmazeutisch-kaufmännischen Angestellten (PKA) und Pharmazeutisch-technischen Assistentinnen (PTA) liegt der Anteil sogar bei 97,5 bzw. 96,6 Prozent.
Doch trotz ihrer Dominanz im Berufsfeld klaffen die Gehälter weiterhin auseinander. Im Schnitt verdienen Frauen in Deutschland bei vergleichbarer Arbeit 4,10 Euro weniger pro Stunde als Männer – ein Unterschied von etwa 16 Prozent. Die Ungleichheit beschränkt sich jedoch nicht auf die Bezahlung: Frauen übernehmen etwa zwei Drittel der Kinderbetreuung, verbringen mehr Zeit mit Hausarbeit und tragen den Großteil der Pflegeverantwortung für ältere Angehörige.
Um diese Missstände zu beheben, werden zunehmend bessere Arbeitsbedingungen gefordert. Flexiblere Arbeitszeiten könnten Beschäftigten helfen, Beruf und Privatleben besser zu vereinbaren. Zudem wird die Politik aufgefordert, Teilzeitarbeit stärker abzusichern und Care-Arbeit fairer anzuerkennen – etwa durch eine bessere Berücksichtigung in der Rentenberechnung.
Der Apothekenmarkt in Deutschland bleibt nach wie vor eine Frauenbranche, in der sie auf allen Ebenen die überwiegende Mehrheit stellen. Dennoch bestehen Lohnungerechtigkeiten und ungleiche Verteilung der Sorgearbeit fort. Mehr Flexibilität und eine höhere Wertschätzung unbezahlter Arbeit könnten dazu beitragen, fairere Bedingungen für die Berufsgruppe zu schaffen.
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