24 April 2026, 06:10

Sexismus-Vorwürfe nach Leipzigs Social-Media-Post gegen Trainerin Marie-Louise Eta

Plakat für die Nationalen Liga für Frauen-Dienst mit zwei Personen nebeneinanderstehend und Text über die Organisation.

Sexismus-Vorwürfe nach Leipzigs Social-Media-Post gegen Trainerin Marie-Louise Eta

Ein Austausch auf Social Media zwischen RB Leipzig und dem 1. FC Union Berlin hat für Kontroversen gesorgt, nachdem ein Beitrag mit der Frauenfußballtrainerin Marie-Louise Eta veröffentlicht wurde. Die Reaktion des Vereins auf einen Tweet von Union führte zu Vorwürfen wegen Sexismus, auch wenn Leipzig jede Schuld von sich wies. Eta, die als erste Trainerin in der deutschen Männer-Bundesliga Geschichte schreibt, ist seit ihrer Ernennung fortlaufend online angefeindet worden.

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Der Streit begann, als RB Leipzig ein Fotocollage von Eta erneut teilte, das ursprünglich während ihres Praktikums beim Verein im Jahr 2022 gepostet worden war. Die Bilder zeigten sie mit RB-Spielern und dem damaligen Trainer Marco Rose, begleitet von der Bildunterschrift: "Euer Cheftrainer fand nicht nur die Stadt ganz nett…" Der Beitrag war eine direkte Antwort auf einen früheren Tweet von Union Berlin.

Eta hatte das Praktikum im Rahmen ihrer UEFA-Pro-Lizenz-Ausbildung absolviert und ihre Erfahrungen damals auf Social Media dokumentiert. Ihr Mann, Benjamin, trainiert derzeit die U20-Frauenmannschaft von RB Leipzig, was die Verbindung zum Verein noch enger macht.

Der Beitrag zog schnell Kritik auf sich, wobei einige Nutzer Leipzig Sexismus vorwarfen. Horst Heldt, Sportdirektor des Profifußballs bei Union Berlin, verurteilte die Angriffe gegen Eta öffentlich. Trotz der Empörung blieb die Trainerin selbst gelassen und erklärte: "Das berührt mich nicht – es sagt mehr über die Leute aus, die so etwas posten, als über diejenigen, die damit angegriffen werden."

RB Leipzig verteidigte den Beitrag und betonte, es habe keine sexistische Absicht gegeben. Dennoch hat der Vorfall die Debatte über die anhaltenden Online-Angriffe auf Eta neu entfacht, seit sie als Pionierin im Männerprofifußball Barrieren durchbricht.

Die Auseinandersetzung zeigt die Herausforderungen, mit denen Eta als Wegbereiterin im deutschen Fußball weiterhin konfrontiert ist. Während Leipzig betont, die Antwort sei harmlos gewesen, wirft die Episode ein Schlaglicht auf die tiefer liegenden Probleme mit Sexismus im Sport. Eta hat indes deutlich gemacht, dass sie sich von der Kritik nicht beirren lassen wird.

Quelle