Rocket Lab übernimmt Mynaric AG und stärkt Position in Satelliten-Laserkommunikation
Bianca StiebitzRocket Lab übernimmt Mynaric AG und stärkt Position in Satelliten-Laserkommunikation
Rocket Lab erhält deutsche behördliche Genehmigung für Übernahme von Mynaric AG
Die US-amerikanische Raumfahrtunternehmen Rocket Lab hat die regulatorische Zustimmung Deutschlands für die geplante Übernahme der Mynaric AG erhalten. Der Deal, dessen Abschluss für April 2026 vorgesehen ist, wird die Position des Unternehmens im Bereich der Satelliten-Laserkommunikation stärken. Nach Bekanntgabe der Genehmigung stiegen die Aktien von Rocket Lab im frühen Handel um 5,4 %.
Die Übernahme sichert Rocket Lab zudem eine Schlüsselrolle in einem 1,3-Milliarden-Dollar-Programm der US-Raumentwicklungsbehörde (Space Development Agency, SDA) und erweitert gleichzeitig seine Präsenz auf dem europäischen Markt. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gab grünes Licht für den Kauf der Mynaric AG, einem Spezialisten für optische Inter-Satelliten-Verbindungs-Terminals (OISL). Diese lasergestützten Systeme ermöglichen Hochgeschwindigkeits-Datentransfers zwischen Satelliten im Orbit. Mit dem voraussichtlichen Abschluss der Transaktion im April 2026 erhält Rocket Lab einen strategischen Standbein in Europa und öffnet sich den Weg zu Aufträgen der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) sowie militärischen Projekten.
Der Schritt erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem der europäische Markt für Freiraum-Optik-Kommunikation rasant wächst. In den vergangenen fünf Jahren ist die Nachfrage nach Hochgeschwindigkeits-Laserverbindungen – die in 5G/6G-Netzen, der Satellitenkommunikation und der städtischen Vernetzung eingesetzt werden – jährlich um 25 bis 30 Prozent gestiegen. Zu den wichtigsten Akteuren in diesem Sektor zählen Lepton (Großbritannien), fSONA (Irland/Großbritannien) und Diamond SA (Schweiz).
Neben der Mynaric-Übernahme sicherte sich Rocket Lab in diesem Quartal einen separaten 190-Millionen-Dollar-Auftrag des US-Verteidigungsministeriums. Die Vereinbarung umfasst 20 Tests für Hyperschallflüge und stärkt damit weiter das Verteidigungsportfolio des Unternehmens. Analysten der Investmentbank Stifel, darunter Erik Rasmussen, bestätigten ihre "Kaufen"-Empfehlung für Rocket-Lab-Aktien und setzten ein Kursziel von 90 US-Dollar.
Die Übernahme garantiert Rocket Lab zudem die Kontrolle über kritische Lieferketten für Programme der US-Raumentwicklungsbehörde im Wert von 1,3 Milliarden Dollar. Dieser strategische Vorteil, kombiniert mit der europäischen Expansion, positioniert das Unternehmen für langfristiges Wachstum in den Bereichen kommerzielle Raumfahrt und Verteidigungsmärkte.
Mit der regulatorischen Freigabe ist der Weg für Rocket Lab geebnet, die Übernahme der Mynaric AG bis April 2026 abzuschließen. Der Deal wird die Kapazitäten des Unternehmens im Bereich der lasergestützten Satellitenkommunikation ausbauen und seine Beteiligung an bedeutenden US-amerikanischen und europäischen Raumfahrtprogrammen sichern. Investoren reagierten positiv – die Aktien von Rocket Lab legten im frühen Handel zu.






