Kult-Restaurant Ergüns Fischbude in Berlin droht nach 32 Jahren das Aus
Anett ZobelKult-Restaurant Ergüns Fischbude in Berlin droht nach 32 Jahren das Aus
Beliebtes Berliner Fischrestaurant steht nach 32 Jahren vor der Schließung
Ergüns Fischbude, ein türkisches Restaurant unter den historischen S-Bahn-Bögen im Westen Berlins, muss nach fast 32 Jahren schließen – der Grund: Die Deutsche Bahn hat den Mietvertrag nicht verlängert. Die Nachricht löst Sorgen über die Zukunft kleiner, traditionsreicher Betriebe in der Stadt aus.
Das Restaurant eröffnete 1992 seine Türen und entwickelte sich schnell zu einem Lieblingsort der Anwohner, bekannt für frischen Fisch und eine herzliche Atmosphäre. Über die Jahrzehnte hinweg wurde es zu einer Institution im Viertel, die Stammgäste mit authentischen Gerichten und familiärem Charme an sich band.
Trotz seiner Beliebtheit verweigerte die Deutsche Bahn als Eigentümerin die Vertragsverlängerung. Geschäftsführerin Mine Centinbas vermutet, dass Bedenken hinsichtlich des Brandschutzes eine Rolle gespielt haben könnten. Bereits im vergangenen Jahr hatte sie nach Alternativen gesucht, falls der Standort nicht mehr haltbar sein würde.
Die drohende Schließung hat eine Welle der Empörung ausgelöst – viele sehen darin den Verlust eines Stücks Berliner Kulturgeschichte. Als Reaktion wurde eine Spendenkampagne gestartet, um das Restaurant zu retten und das Erbe des Gründers, Ergün Amca, zu bewahren. Noch ist jedoch unklar, ob die Gelder einen Umzug an einen neuen Standort oder den Verbleib unter den Bögen ermöglichen sollen.
Ein konkretes Schließungsdatum steht noch nicht fest, doch die Betreiber kämpfen weiter um das Überleben des Restaurants. Sollte sich keine Lösung finden, markiert das Ende des Mietverhältnisses das Aus einer Ära für Ergüns Fischbude. Die Spendenaktion zeigt, wie sehr die Gemeinschaft an dem Restaurant hängt und welchen Platz es in Berlins kulinarischer Szene einnimmt. Fürs Erste bleibt die Zukunft des traditionsreichen Lokals ungewiss.






