Regierung prüft Streichung der Steuervergünstigung für Handwerkerleistungen
Edelgard HolzapfelRegierung prüft Streichung der Steuervergünstigung für Handwerkerleistungen
Die deutsche Regierungskoalition prüft derzeit Pläne zur Abschaffung einer Steuervergünstigung für Handwerksleistungen im Haushalt. Bisher können Haushalte einen Teil der Kosten für handwerkliche Arbeiten von der Steuer absetzen. Nun erwägen Abgeordnete, diesen Anreiz vollständig zu streichen.
Aktuell können private Haushalte bis zu 20 Prozent der förderfähigen Handwerkerkosten von der Einkommensteuer abziehen. Der maximale jährliche Abzug beträgt 6.000 Euro, was eine Steersparnis von bis zu 1.200 Euro ermöglicht. Die Vergünstigung gilt für Reparaturen, Renovierungen und andere begünstigte Haushaltsdienstleistungen.
Bevor eine Entscheidung fällt, führen Koalitionspolitiker Gespräche mit Wirtschaftsverbänden. Ziel ist es, die Auswirkungen einer Streichung des Steuerbonus auf Handwerker und Hausbesitzer zu bewerten. Die Diskussionen sollen die wirtschaftlichen und praktischen Folgen eines solchen Schritts klären.
Eine endgültige Entscheidung steht noch aus. Die Regierung sammelt weiterhin Rückmeldungen von Branchenvertretern. Das Ergebnis hängt davon ab, wie Unternehmen und Steuerzahler sich an die mögliche Änderung anpassen würden.
Die Abschaffung der Steuervergünstigung hätte zur Folge, dass Haushalte keine finanzielle Entlastung mehr für Haushaltsreparaturen erhielten. Auch Handwerksbetriebe könnten mit Nachfrageverschiebungen konfrontiert werden. Die Koalition wird diese Faktoren sorgfältig abwägen, bevor sie weitere Schritte einleitet.






