17 April 2026, 14:16

Mirjam Kottmann bricht als erste Rollstuhlmoderatorin TV-Barrieren

Ein Mann im Rollstuhl umgeben von Reportern mit Kameras, Handys und Mikrofonen mit Ständern, einem Banner, Scheinwerfern und einer Wand im Hintergrund.

Mirjam Kottmann bricht als erste Rollstuhlmoderatorin TV-Barrieren

Mirjam Kottmann hat am 12. Februar Geschichte geschrieben: Als erste Nachrichtenmoderatorin im Rollstuhl präsentiert sie nun die Sendungen des deutschen Fernsehens. Die erfahrene Journalistin wechselte zum Bayerischen Rundfunk (BR), nachdem sie im vergangenen Herbst ein vielbeachtetes Probewochenende absolviert hatte. Ihr Debüt markiert einen bedeutenden Schritt für die Medienrepräsentation in Deutschland.

Kottmann begann ihre Laufbahn beim BR bereits 1997 bei der Rundschau, dem Vorgänger von BR24. Im Laufe der Jahre etablierte sie sich als kompetente Moderatorin und setzte sich gleichzeitig für mehr Vielfalt im Rundfunk ein.

Im Herbst 2023 bewarb sie sich für die Position einer Nachrichtensprecherin und moderierte eine Probezeit bei BR24. Zuschauer:innen und Kolleg:innen zeigten sich begeistert von ihrer Professionalität, ihrer angenehmen Stimme und ihrer mitreißenden Präsenz vor der Kamera. Ihre Leistung überzeugte – und so erhielt sie eine feste Anstellung. Heute präsentiert sie die Nachrichtensendungen um 16:00 Uhr und 18:30 Uhr beim Sender.

Kottmann, die an Multipler Sklerose erkrankt ist, nutzt seit zwölf Jahren einen Rollstuhl. Dennoch setzte sie ihre Karriere mit Entschlossenheit fort und durchbricht damit Barrieren in einer Branche, in der sichtbare Behinderungen nach wie vor selten sind. Ihre Ernennung sorgt nicht nur wegen ihrer Neuartigkeit für Aufmerksamkeit, sondern auch wegen ihrer langjährigen Expertise und ihres Engagements.

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Mit ihrer neuen Rolle steht Kottmann nun an vorderster Front der deutschen Fernsehnachrichten. Als erste Moderatorin im Rollstuhl bringt sie nicht nur Erfahrung, sondern auch eine frische Perspektive in die BR-Sendungen ein. Ihre Präsenz dürfte die Debatte über Barrierefreiheit und Inklusion in den Medien weiter anregen.

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