21 April 2026, 00:17

"Marsch für das Leben" in München: Tausende demonstrieren für strengere Abtreibungsgesetze

Eine große Gruppe von Menschen marschiert eine Baumallee in Berlin entlang, einige halten Kameras, mit einem Gebäude und einem klaren Himmel im Hintergrund.

"Marsch für das Leben" in München: Tausende demonstrieren für strengere Abtreibungsgesetze

Tausende bei "Marsch für das Leben" in München – Gegenproteste sorgen für Spannungen

Am Samstag versammelten sich in München Tausende zur sechsten Auflage des jährlichen Marsches für das Leben. Je nach Zählweise – ob durch die Polizei oder die Veranstalter – nahmen zwischen 4.500 und 7.000 Menschen teil. Die Demonstranten nutzten den Marsch, um schärfere Abtreibungsbeschränkungen zu fordern und eine von ihnen sogenannte "Kultur des Lebens" zu propagieren.

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Die Kundgebung begann friedlich, mit Forderungen der Teilnehmer nach rechtlichem Schutz für ungeborene Kinder. Silja Fichtner, Vorsitzende der Initiative Stimme der Ungeborenen, betonte, es gelte, das Leben "von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod" zu verteidigen. Auch mehrere römisch-katholische Bischöfe hatten im Vorfeld Solidaritätsbekundungen übermittelt.

Doch der Widerstand ließ nicht lange auf sich warten: Rund 1.500 Gegen Demonstranten organisierten eigene Proteste. An einer Stelle blockierte eine Gruppe von ihnen eine Straße, wodurch der Marsch für etwa 45 Minuten unterbrochen werden musste. Die Veranstalter werteten die hohe Teilnehmerzahl später als Beleg für den wachsenden Zulauf der Abtreibungsgegner.

Der Münchner Marsch ist Teil einer Reihe ähnlicher Veranstaltungen. Bereits für den 19. September sind zwei weitere Demonstrationen in Berlin und Köln geplant.

Obwohl es zu keinen weiteren größeren Zwischenfällen kam, blieben die Spannungen zwischen den Lagern spürbar. Ob für die anstehenden Märsche in Berlin und Köln zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden, ließen die Organisatoren offen. Die Debatte um Abtreibungsrechte in Deutschland zeigt indes keine Anzeichen einer Beruhigung.

Quelle