Mainz startet mit Ticketzwang und Messerverbot in die Karnevalssaison 2023

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Ein altes Schwarz-Weiß-Foto einer belebten KarnevalsSzene mit Zelten, Menschen, Wagen und Gebäuden im Hintergrund, beschriftet mit "Barnet Fair, London, England".Admin User

Mainz startet mit Ticketzwang und Messerverbot in die Karnevalssaison 2023

Mainz startet mit strengen Regeln in die Karnevalssaison 2023

Mit einer lebhaften, aber streng kontrollierten Feier auf dem Schillerplatz hat Mainz am 11. November um punkt 11:11 Uhr die Karnevalssaison 2023 eingeläutet. Rund 9.000 Jecken versammelten sich unter verschärften Sicherheitsvorkehrungen, darunter ein Messerverbot und ein Ticketzwang für den Zutritt. Die Veranstaltung markierte den offiziellen Auftakt der Faschingstage – doch nicht ohne Kritik an den Zugangsbeschränkungen und Besucherobergrenzen.

Der Mainzer Carneval-Verein (MCV) organisierte die Feierlichkeiten und führte erstmals ein Ticketystem ein, das die Teilnehmerzahl auf 9.000 begrenzte. Diese Maßnahme stieß bei manchen auf Unverständnis. Ein Demonstrant rief "Fastnacht für alle!" und protestierte damit gegen die Zugangseinschränkungen.

Bürgermeister Nino Haase eröffnete die Veranstaltung mit einem Appell für Frieden angesichts der weltweiten Konflikte. Seine Rede setzte einen nachdenklichen Akzent, bevor die Feiern begannen. Währenddessen blieb die traditionelle Uhr auf dem Schillerplatz hinter einer großen Countdown-Leinwand verborgen, und die sonst allgegenwärtigen Schwellköpp-Figuren fehlten in der Menge. Den Auftakt auf der Bühne bestritten die Mainzer Hofsänger, die mit ihrem Auftritt ihr bevorstehendes 100-jähriges Jubiläum würdigten. Ihr Programm eröffnete das offizielle Fest, während die Polizei die Lage im Auge behielt. Die Behörden verzeichneten zehn Straftaten, bewerteten die Stimmung insgesamt aber als friedlich.

Der Zugang zum Balkon des Osteiner Hofs blieb ausgewählten Journalisten vorbehalten, was die Debatte über Exklusivität weiter anheizte. Der Regionalsender SWR verzichtete gänzlich auf eine Karnevalsberichterstattung, während der WDR live aus der Eröffnungssitzung in Köln übertrug. Der MCV rechtfertigte die neuen Regeln mit steigenden Kosten und höheren Sicherheitsanforderungen.

Die Veranstaltung endete mit einer Mischung aus Feststimmung und Spannungen. Die Ticketpflicht und Besucherbegrenzungen blieben umstritten, doch der Ablauf selbst verlief largely geordnet. Mit dem Start in die Session sehen sich die Mainzer Karnevalsverantwortlichen weiterhin mit der Herausforderung konfrontiert, Tradition und moderne Sicherheitserfordernisse in Einklang zu bringen.

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