Heino-Konzert für entlassenen Feuerwehr-Schiedsrichter polarisiert die Republik
Bianca StiebitzHeino-Konzert für entlassenen Feuerwehr-Schiedsrichter polarisiert die Republik
Solidaritätskonzert von Heino lenkt Aufmerksamkeit auf Entlassung von Feuerwehrmann Richard Mänder als Wettkampfrichter
Ein Solidaritätskonzert des deutschen Sängers Heino hat die Diskussion um die Abberufung des Feuerwehrmanns Richard Mänder von seiner Tätigkeit als Schiedsrichter bei Feuerwehrwettkämpfen neu entfacht. Die Veranstaltung fand in Bad Belzig statt, nachdem Mänder wegen des Abspielens der umstrittenen ersten Strophe der deutschen Nationalhymne von seinem Amt enthoben worden war. Rund 800 Menschen, darunter Kameraden aus der Feuerwehr und Prominente, nahmen teil.
Richard Mänder, Feuerwehrmann aus Bad Belzig, verlor seine Funktion als Wettkampfrichter bei einer Feuerwehrmeisterschaft, nachdem er die erste Strophe der Nationalhymne abgespielt hatte – eine Version, die aufgrund ihrer historischen Bezüge nur selten verwendet wird. Der Deutsche Feuerwehrverband (DFV) bestätigte seine Abberufung, nannte jedoch keinen offiziellen Grund. Öffentlichen Quellen zufolge wurden gegen Mänder weder rechtliche noch organisatorische Maßnahmen ergriffen.
Als Reaktion darauf organisierte Heino in Bad Belzig ein Konzert, um Mänder zu unterstützen. Das Programm umfasste Lieder wie Karamba, Karacho, ein Whiskey und Die schwarze Barbara. Heinos Manager, Helmut Werner, betonte, die Veranstaltung diene ausdrücklich der Solidarität mit Mänder.
Feuerwehrleute aus Sachsen und Thüringen besuchten das Konzert und standen an Mänders Seite. Auch die Schlagersängerin Melanie Müller war anwesend. Der AfD-Bundestagsabgeordnete Lars Schieske lobte die Veranstaltung später auf Instagram.
Trotz der öffentlichen Unterstützung hält der Deutsche Feuerwehrverband an seiner Entscheidung fest, Mänder von allen Schiedsrichteraufgaben auszuschließen.
Das Konzert unterstrich die anhaltenden Spannungen um Mänders Entlassung, ohne dass der Feuerwehrverband weitere Erklärungen abgab. Heinos Auftritt brachte zwar Unterstützer zusammen, doch die Haltung der Organisation bleibt unverändert. Der Fall wirft weiterhin Fragen zum Umgang mit nationalen Symbolen in öffentlichen Funktionen auf.






