01 April 2026, 00:34

Gänseliesel-Brunnen hebt 2026 das Kussverbot für drei magische Tage auf

Ein Schwarz-Weiß-Foto eines Mannes und einer Frau, die sich in einer Menge umarmen und küssen, wobei der Mann einen Blumenstrauß hält und die Frau lacht, während die Menge applaudiert.

Kussverbot gelockert: Gänseliesel kann wieder geküsst werden - Gänseliesel-Brunnen hebt 2026 das Kussverbot für drei magische Tage auf

Göttingens berühmter Gänseliesel-Brunnen hebt 2026 sein jahrhundertaltes Kussverbot vorübergehend auf

Die Maßnahme markiert den 125. Geburtstag der Statue, die als geliebtes Symbol der Studententradition gilt. An drei besonderen Tagen dürfen Besucher dann wieder in den Brunnen steigen und die ikonische Figur küssen.

Der Gänseliesel-Brunnen zählt seit seiner Enthüllung am 8. Juni 1901 zu den kostbarsten Wahrzeichen Göttingens. Ursprünglich war es Brauch, dass Erstsemester die Statue küssten – eine Tradition, die sich später zu einem Ritual für Absolventen entwickelte, die damit ihren akademischen Erfolg feierten. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde die Praxis so beliebt, dass die Figur den Spitznamen "das am meisten geküsste Mädchen der Welt" erhielt.

1926 wurde der Brauch offiziell verboten, nachdem die Statue durch die häufigen Küsse immer wieder beschädigt worden war. Mit der Zeit führte der Verschleiß dazu, dass sie 1990 durch eine Replik ersetzt werden musste. Trotz des Verbots blieb die Tradition ein prägendes Symbol der Studentenkultur – Absolventen nennen sich bis heute scherzhaft "Dr. Küsschen", nachdem sie ihre Prüfungen bestanden haben.

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Um den 125. Geburtstag der Statue zu würdigen, ermöglichen Stadtverantwortliche am 19. April, 4. Juni und 27. September 2026 öffentlichen Zugang. An diesen Tagen dürfen Besucher in den Brunnen steigen, Fotos machen und die Statue küssen – und damit ein Ritual wiederbeleben, das das Göttinger Universitätsleben seit Generationen prägt.

Die vorübergehende Aufhebung des Verbots bietet eine seltene Gelegenheit, sich mit einer alten Tradition zu verbinden. Die drei festgelegten Termine im Jahr 2026 ermöglichen sowohl Einheimischen als auch Touristen, ein Stück Göttinger Geschichte hautnah zu erleben. Die Entscheidung unterstreicht die anhaltende Bedeutung der Statue als Bindglied zwischen der Stadt und ihrer akademischen Gemeinschaft.

AKTUALISIERUNG

Historical Legal Roots of the 2026 Kussverbot Lifting

The 2026 temporary lifting of the Gänseliesel-Brunnen's kissing ban has deep legal history. In March 1926, a city ordinance criminalised climbing the fountain. A law student from the Graf Henckel von Donnersmarck family challenged this, winning a landmark court case that affirmed the tradition's legitimacy. The ban remained in place until 2001, when it was lifted for the statue's 100th birthday. Notably, the original 1901 Gänseliesel now resides in Göttingen's city museum, with the current replica installed in 1990 after restoration in Bavaria.