05 May 2026, 04:19

Verkehrsminister Schnieder lehnt Tempolimit ab – und setzt auf Eigenverantwortung

Ein Mann im Rollstuhl mit einem großen Motor an dessen Rückseite, umgeben von Fahrzeugen auf einer Straße mit Bäumen, Gebäuden und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.

Verkehrsminister Schnieder lehnt Tempolimit ab – und setzt auf Eigenverantwortung

Bundesverkehrsminister lehnt Tempolimit auf Autobahnen ab – setzt auf Eigenverantwortung der Autofahrer

Deutschlands Verkehrsminister Patrick Schnieder hat Forderungen abgelehnt, Tempolimits auf Autobahnen einzuführen, um den Spritverbrauch zu senken. Stattdessen plädierte er für „gesunden Menschenverstand“ der Fahrer. Seine Äußerungen erfolgen nach einem dringenden Appell der Internationalen Energieagentur (IEA), die Regierungen zu sofortigem Handeln aufforderte, um die Nachfrage nach fossilen Brennstoffen zu reduzieren.

Die IEA hatte eine Reihe kurzfristiger Maßnahmen vorgeschlagen, um den Ölverbrauch zu verringern – darunter den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs, die Förderung von Elektroautos und Wärmepumpen sowie eine Senkung der Höchstgeschwindigkeiten auf Autobahnen um mindestens 10 km/h. Die Agentur betonte, dass einkommensschwache Haushalte während des Übergangs unterstützt werden müssten.

Schnieder wies ein generelles Tempolimit zurück und argumentierte, der Staat solle sich nicht wie ein „Bevormunder“ verhalten, der den Bürgern vorschreibe, was richtig oder falsch sei. Stattdessen vertraue er darauf, dass die Menschen verantwortungsbewusste Entscheidungen selbst treffen.

Obwohl er sich gegen eine pauschale Geschwindigkeitsbegrenzung aussprach, schloss der Minister strengere Maßnahmen nicht vollständig aus. Er räumte ein, dass Optionen wie Fahrverbote, autofreie Sonntage oder Tempolimits weiterhin geprüft werden könnten. Jeder Vorschlag müsse jedoch sorgfältig abgewogen werden, bevor er umgesetzt werde.

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Mit dieser Haltung überlässt der Verkehrsminister die Sparbemühungen beim Spritverbrauch weitgehend den einzelnen Autofahrern. Unmittelbare Geschwindigkeitsbegrenzungen wird es vorerst nicht geben, doch weitere Diskussionen über alternative Maßnahmen bleiben möglich. Die deutsche Position steht damit im Kontrast zu den Forderungen der IEA nach zügigen, strukturierten Schritten, um die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern zu verringern.

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