19 June 2026, 12:11

Van Aken tritt als Linkspartei-Chef überraschend zurück – was kommt jetzt?

Bald wieder im Hoodie zu sehen

Van Aken tritt als Linkspartei-Chef überraschend zurück – was kommt jetzt?

Jan van Aken ist als Vorsitzender der Linkspartei zurückgetreten – nach einer kurzen, aber prägenden Amtszeit. Sein Rückzug erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die Partei unter seiner Führung gemeinsam mit Ines Schwerdtner in den Umfragen deutlich zulegte. Der Schritt deutet auf einen Kurswechsel für eine Partei hin, die lange von inneren Konflikten geplagt war.

Van Aken und Schwerdtner übernahmen die Führung, als die Linke in den Umfragen nur noch bei mageren 2 bis 3 Prozent lag. Bis zur Bundestagswahl 2025 hatten sie die Unterstützung auf 8,8 Prozent gesteigert. Im Februar 2025 wechselten über 700.000 Wähler – viele enttäuscht von den Grünen – zur Linken, angezogen auch durch van Akens mediale Präsenz in der Außenpolitik.

Als Spitzenkandidat an der Seite von Heidi Reichinnek richtete er sich besonders an ältere Wähler. Durch seine häufigen Auftritte etablierte er die Partei als ernstzunehmende Stimme in außenpolitischen Fragen. Dennoch gehörte seine Amtszeit zu den kürzesten in der Geschichte der Linken.

Bei seiner letzten Pressekonferenz legte van Aken ein überraschendes Geständnis ab. Er gab vor Journalisten zu, dass er und Schwerdtner die Öffentlichkeit zwei Jahre lang in die Irre geführt hätten. Gleichzeitig dankte er ihr für die Zusammenarbeit. In einem skurrilen Moment enthüllte er eine schwarze Kiste, auf der Schwerdtner während der gesamten Veranstaltung gestanden hatte.

Als neuer Parteivorsitzender wird nun Luigi Pantisano erwartet. Van Akens Abgang markiert einen Wendepunkt für die Linke, die immer wieder mit internen Zerwürfnissen zu kämpfen hatte. Nach dem jüngsten Aufschwung in den Umfragen steht die Partei nun vor einem neuen Kapitel.

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