13 April 2026, 08:10

Tourismusdialog 2026 in Wiesbaden sucht nach Lösungen für schwindende Besucherzahlen

Plakatwerbung für eine Reiseagentur in Frankreich, das Bilder von Blumen, Gebäuden, Hügeln, Wasser und Text zeigt und wahrscheinlich ein Hotel bewirbt.

Tourismusdialog 2026 in Wiesbaden sucht nach Lösungen für schwindende Besucherzahlen

Über 130 Teilnehmer trafen sich am Montag, den 23. März 2026, in Wiesbaden zum Tourismusdialog 2026. Die im Reinhard-Ernst-Museum ausgerichtete Veranstaltung widmete sich der Frage, wie sich die Region an veränderte Trends im Tourismus anpassen kann. Im Mittelpunkt standen dabei die Gewinnung zukünftiger Gäste und die Belebung der lokalen Wirtschaft.

Der Tag begann mit einer Bestandsaufnahme der touristischen Herausforderungen der Region. Die Marktforscherin und Beraterin Leonie Scherer benannte zwei drängende Probleme: rückläufige Tagesausflüglerzahlen und leerstehende Ladenlokale in den Innenstädten. Ihre Erkenntnisse bildeten den Ausgangspunkt für vertiefte Diskussionen über die Zukunft des Sektors.

Eine zentrale Frage prägte die Veranstaltung: "Ein Gast im 'Wiesbaden Rheingau' – wer wird unser Gast von morgen sein?". In einer Podiumsdiskussion debattierten Expertinnen und Experten, wie der ideale Besucher der Zukunft aussehen könnte. Dabei kristallisierte sich in Workshops und Debatten immer wieder heraus, dass maßgeschneiderte Erlebnisse für verschiedene Altersgruppen und Interessen entscheidend sein werden.

Sandro Zehner, Landrat des Rheingau-Taunus-Kreises, betonte die Notwendigkeit kluger Investitionen. Er forderte die Verantwortlichen auf, Gelder dort einzusetzen, wo sie den größten Effekt auf das Wachstum des Tourismus entfalten. Jörg Brömer, Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) Wiesbaden, unterstrich unterdessen die wirtschaftliche Bedeutung der Branche. Tourismus sei ein zentraler Motor für Arbeitsplätze und Unternehmen in der gesamten Region, so Brömer.

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Die Veranstaltung markierte zudem einen wichtigen Schritt zur Überarbeitung der Tourismusstrategie 2026 . Die Organisatoren kündigten an, dass die Ergebnisse der Gespräche zeitnah in die Aktualisierung einfließen werden.

Der Tourismusdialog 2026 brachte Branchenvertreter, Entscheidungsträger und Berater zusammen, um die Zukunft des Reisens in der Region mitzugestalten. Mit den anstehenden strategischen Anpassungen rückt nun die Umsetzung der Ideen in den Fokus. Das Ziel ist klar: neue Gäste gewinnen und gleichzeitig lokale Betriebe sowie Gemeinden stärken.

Quelle