Tommi Piper: Vom Star zur Tafel – Ein Schauspieler am Existenzminimum
Bianca StiebitzTommi Piper: Vom Star zur Tafel – Ein Schauspieler am Existenzminimum
Tommi Piper: Vom Star zum Foodbank-Kunden – Ein Schauspieler kämpft ums Überleben
Der bekannte Schauspieler und Synchronsprecher Tommi Piper steckt in schweren finanziellen Schwierigkeiten. Einst ein vertrautes Gesicht in deutschen Filmen und Fernsehserien, ist der 84-Jährige heute auf die Münchner Tafel angewiesen. Die Aufträge für Schauspiel- und Sprechrollen sind versiegt, sodass er kaum noch über die Runden kommt.
Pipers Karriere umfasste einst sechs Jahrzehnte mit Rollen in Kultserien wie Der Kommissar (1970–1974), Derrick (1978–1987) und Kriminaltango (1995–1996). Als deutsche Stimme von ALF wurde er einem breiten Publikum bekannt. Doch heute, mit immer weniger Engagements, lebt er von einer kleinen Rente und gelegentlicher Unterstützung durch seinen Sohn.
Erstmals musste Piper kürzlich aus purer Not die Münchner Tafel aufsuchen – eine Erfahrung, die er als zutiefst demütigend beschreibt. Begleitet wurde er von seiner Putzfrau, einer ukrainischen Geflüchteten, die ihm in dieser Situation beistand.
Um die Kosten zu drücken, hat er sein Auto verkauft und sich von allen Luxusgütern getrennt. Selbst seine aktuelle Wohnung ist unsicher: Er zieht einen Umzug in ein betreutes Wohnen in Betracht, das erschwinglicher wäre. Gemeinsam mit dem Co-Autor Johannes Maria Brunner arbeitet er derzeit an seiner Autobiografie Ja, ich war Alf – doch 40 Verlage haben das Manuskript bereits abgelehnt.
Trotz aller Not zeigt sich Piper dankbar, überhaupt noch ein Dach über dem Kopf zu haben. Seine Großzügigkeit geht so weit, dass er sogar seine Putzfrau weiterhin unterstützt – obwohl er selbst kaum noch Mittel hat.
Sein Schicksal steht exemplarisch für die prekäre finanzielle Situation vieler alternder Schauspieler. Mit kaum noch Einkünften aus seiner künstlerischen Tätigkeit ist Piper auf Ersparnisse, die Hilfe seines Sohnes und nun auch auf Lebensmittelspenden angewiesen. Die Autobiografie bleibt seine letzte Hoffnung auf ein wenig finanzielle Entlastung und die Würdigung seines langen Schaffens.






