Tausend Menschen fordern in Berlin mehr Rechte für Menschen mit Behinderungen
Pavel FaustTausend Menschen fordern in Berlin mehr Rechte für Menschen mit Behinderungen
Hunderte Demonstranten zogen am Samstag durch Berlin, um sich für stärkere Rechte von Menschen mit Behinderungen einzusetzen. Die Kundgebung fand nur wenige Tage vor der Debatte im Bundestag über Reformen des Behindertengleichstellungsgesetzes statt. Die Veranstalter betonten, das Ziel der Aktion sei es, die bestehenden Defizite bei Barrierefreiheit und Inklusion in ganz Deutschland aufzuzeigen.
Der Demonstrationszug startete am Brandenburger Tor und führte in Richtung Rotes Rathaus. Nach Polizeischätzungen nahmen etwa 1.000 Menschen an der Kundgebung teil. Unter den Teilnehmenden waren Aktivistinnen und Aktivisten, Wohlfahrtsverbände sowie Organisationen der Behindertenrechtsbewegung, die sich in einer breiten Koalition zusammengeschlossen hatten.
Mehrere prominente Persönlichkeiten sprachen zu den Demonstranten. Zu den Rednerinnen und Rednern zählten Berlins Senatorin für Soziales, Cansel Kiziltepe (SPD), sowie Bundestagsvizpräsident Bodo Ramelow (Linke). Auch Abgeordnete des Bundestags beteiligten sich an der Kundgebung.
Beim Abschluss der Veranstaltung sollte eine Petition überreicht werden. Das Dokument fordert die Einführung verbindlicher Barrierefreiheitsstandards in ganz Deutschland. Die Demonstration fand kurz vor der ersten Lesung im Bundestag am Donnerstag statt, bei der über geplante Änderungen des Behindertengleichstellungsgesetzes beraten wird.
Mit der Aktion setzten die Veranstalter die Politik unter Druck, die Rechte von Menschen mit Behinderungen vor der anstehenden parlamentarischen Debatte zu stärken. Die Initiatoren hoffen, dass die Petition konkrete gesetzliche Veränderungen vorantreibt. Die Kundgebung unterstrich die anhaltenden Forderungen nach besserer Barrierefreiheit und gleichen Chancen in Deutschland.






