Mainz ändert Beherbergungssteuer: Gäste zahlen statt Hotels – Übergangsregeln bis 2027
Bianca StiebitzMainz ändert Beherbergungssteuer: Gäste zahlen statt Hotels – Übergangsregeln bis 2027
Die Stadtverwaltung Mainz hat nach massiver Kritik aus der Hotelleriebranche ihre geplante Satzung zur Beherbergungssteuer überarbeitet. Die aktualisierte Fassung enthält zentrale Änderungen, die den Übergang für Unternehmen erleichtern und die Zahlungspflichten klarer regeln sollen. Die Verantwortlichen streben nun einen gerechteren und praxisnäheren Ansatz an.
Der ursprüngliche Entwurf war auf Widerstand der Hotelbetreiber gestoßen und hatte eine Überarbeitung notwendig gemacht. Eine zentrale Anpassung verlagert die Steuerlast von den Unternehmen auf die Gäste selbst. Künftig müssen also die Besucher – und nicht die Beherbergungsbetriebe – die Abgabe entrichten.
Eine weitere wichtige Neuerung sieht eine Übergangsregelung vor: Unternehmen mit langfristigen Verträgen, die vor dem 1. Mai 2026 abgeschlossen wurden, sind bis zum 31. März 2027 von der Steuer befreit. Diese Ausnahme soll Betrieben Zeit geben, sich auf das neue System einzustellen.
Die überarbeitete Satzung wird zunächst am 6. Mai 2026 im Finanz- und Hauptausschuss beraten. Anschließend geht sie zur endgültigen Beschlussfassung in den Stadtrat.
Mit den Änderungen sollen die Bedenken der Branche ausgeräumt und eine reibungslose Einführung der neuen Steuerregeln sichergestellt werden. Bei einer Verabschiedung bietet die Satzung sowohl Unternehmen als auch Gästen klarere Vorgaben. Die Übergangsphase gewährt zudem denen zusätzliche Zeit, die bereits vor Inkrafttreten der Änderungen vertraglich gebunden sind.






