05 April 2026, 06:12

Sachsen-Anhalt reformiert Architektengesetz für mehr Digitalisierung und Nachhaltigkeit

Eine farbige Karte eines geplanten Wohnbaugebietes auf Papier, mit beschrifteten Abschnitten und Textangaben zu Gebäuden, Straßen und anderen Merkmalen.

Sachsen-Anhalt reformiert Architektengesetz für mehr Digitalisierung und Nachhaltigkeit

Sachsen-Anhalt bringt neues Gesetz zur Modernisierung der Berufsregeln für Architekt:innen und Stadtplaner:innen auf den Weg

Die Landesregierung hat einen Gesetzentwurf vorgelegt, der die beruflichen Rahmenbedingungen für Architekt:innen und Stadtplaner:innen aktualisieren soll. Die Vorlage, die nun im Landtag beraten wird, zielt darauf ab, die Registrierung zu vereinfachen und die Ausbildungsanforderungen zu erweitern. Gleichzeitig führt sie strengere Umwelt- und Sozialstandards für Planungsvorhaben ein.

Die geplante Novelle des Architektengesetzes soll den Berufseinstieg und die Ausübung des Berufs modernisieren. Künftig können Anträge auf Registrierung und Arbeitsanzeigen digital eingereicht werden. Ausländische Abschlüsse sollen bereits vor der Einreise nach Deutschland geprüft werden, um die Anerkennung zu beschleunigen.

Absolvent:innen von Architektur- und Stadtplanungsstudiengängen werden als Junior-Mitglieder in die Architektenkammer aufgenommen. Die Reform ermöglicht es Berufstätigen, in neuen Unternehmensformen zu arbeiten – darunter GmbH & Co. KG, OHG und KG. Diese Anpassungen folgen früheren Änderungen in Baden-Württemberg, wo Verzögerungen bei der Anerkennung von Abschlüssen aus Drittstaaten wie Albanien, Bosnien-Herzegowina und Nordmazedonien behoben wurden.

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Die Ausbildungsprogramme werden um Themen wie Baurecht, barrierefreies Planen und Klimafolgenanpassung erweitert. Planer:innen müssen künftig auch den Artenschutz, Energieeffizienz und die Nutzung erneuerbarer Energien in ihren Projekten stärker berücksichtigen. Das Gesetz legt zudem mehr Gewicht auf Bürgerbeteiligung und soziale Belange – insbesondere bezahlbaren Wohnraum und barrierefreien Zugang.

Die geplante Regelung reformiert Registrierung, Ausbildung und berufliche Pflichten für Architekt:innen und Stadtplaner:innen in Sachsen-Anhalt. Digitale Antragsverfahren und eine schnellere Anerkennung ausländischer Qualifikationen sollen den Berufseinstieg erleichtern. Gleichzeitig werden strengere ökologische und soziale Vorgaben die künftige Planungspraxis prägen.

Quelle