05 April 2026, 10:10

"Merz kann mich am Arsch lecken!" – Banner an der TU Berlin spaltet Meinungsfreiheits-Debatte

Eine Gruppe von Studenten protestiert vor dem Campus der University of Michigan, hält Schilder und ist von Grün umgeben unter einem klaren Himmel.

"Merz kann mich am Arsch lecken!" – Banner an der TU Berlin spaltet Meinungsfreiheits-Debatte

"Merz kann mich am Arsch lecken!" – Transparent an der TU Berlin löst Debatte über Meinungsfreiheit aus

An der Technischen Universität Berlin hing vergangenen Freitagabend ein Banner mit dem Spruch "Merz kann mich am Arsch lecken!" – innerhalb von 15 Stunden entfernte die Polizei es wieder. Die Aktion entfachte eine Diskussion über freie Meinungsäußerung und studentische Autonomie. Der Spruch, der inzwischen auf Demonstrationen, in der Musikszene und im Netz verbreitet wird, geht auf eine Äußerung einer 18-Jährigen bei einer Kundgebung gegen die Wehrpflicht zurück.

Das vierstöckige Gebäude am Ernst-Reuter-Platz trug das Transparent unter den Fenstern des zweiten Stocks. Diese Fenster waren bereits mit blauen DIN-A4-Blättern markiert, die sich vom ansonsten schmucklosen Erscheinungsbild der Fassade entlang der Straße des 17. Juni abhoben. Die Studierendengruppe EB 104 bekannte sich zu der Aktion.

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Nach deutschem Recht gilt Beleidigung als die Verbreitung unwahrer Behauptungen, die das Ansehen einer Person schädigen. Nun ermitteln die Behörden gegen die Jugendliche, die den Spruch geprägt hat – im Verdacht der üblen Nachrede und Verleumdung eines Politikers. Friedrich Merz selbst hat sich bisher nicht öffentlich zu der Verbreitung geäußert.

EB 104 kritisierte die rasche Entfernung des Banners als "höchst problematisch" und argumentiert, dies untergrabe die studentische Selbstverwaltung und die Meinungsfreiheit. Unterdessen hat sich der Spruch zu einem übergreifenden Protestsymbol entwickelt und spiegelt die Unzufriedenheit mit Merz' politischer Haltung wider.

Der Vorfall zeigt die Spannungen zwischen rechtlichen Grenzen und öffentlichem Widerspruch. Während die Ermittlungen zur Herkunft des Slogans weiterlaufen, breitet er sich im Netz ungebremst aus. Die Reaktion der Universität und die anhaltende Debatte könnten künftige Diskussionen über politische Äußerungen im akademischen Raum prägen.

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