26 March 2026, 22:11

Ruhrgebiet feiert kreative Vielfalt mit Fotografie, Theater und Fußballleidenschaft

Gemälde mit dem Titel "Porträt eines Vaters und Sohns" (1813), das einen Mann in einem weißen Hemd und schwarzem Mantel zeigt, der ein Buch hält, mit seinem Arm um die Schulter eines jungen Jungen in unbekannter Kleidung, beide mit ernsten Gesichtern vor einem hellblauen Hintergrund.

Ruhrgebiet feiert kreative Vielfalt mit Fotografie, Theater und Fußballleidenschaft

Eine neue Kultursaison startet im Ruhrgebiet – mit frischen Gesichtern und mutigen Projekten

Von Fotografieausstellungen, die Vater-Sohn-Beziehungen erkunden, über Theaterpremieren bis hin zu Fußballleidenschaften: Im Ruhrgebiet brodelt es vor kreativer Energie. Ein besonderes Highlight ist die Veranstaltung DortmUnderground 1978–1998, die das Publikum in zwei turbulente Jahrzehnte der Dortmunder Geschichte zurückversetzt.

Gleichzeitig werden auch persönliche Meilensteine gefeiert. Birgit, die fast vier Jahre obdachlos war, ist nun in ihre eigene Wohnung gezogen. Und in Gelsenkirchen kehrt die Künstlerin Larissa Sirah Herlen, bekannt als Lary, zurück, um in der Eröffnungsproduktion der Ruhrtriennale mitzuwirken.

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Der bulgarische Fotograf Valery Poshtarov hat jahrelang durch Europa gereist, um seine Serie Vater und Sohn zu schaffen. Die Porträts zeigen Väter und erwachsene Söhne, die sich an den Händen halten – eine Mischung aus Vertrautheit und generationenübergreifenden Spannungen. Seine Arbeiten erkunden Männlichkeit, kulturelle Unterschiede und die stille Kraft familiärer Bindungen. Die Bilder werden Teil des kommenden bodo-Projekts zum Thema Väter und Söhne, das am 1. Oktober erscheint.

In Bochum hat Thorsten Bihegue die Leitung des Jungen Schauspielhauses übernommen. Er folgt auf Cathrin Rose und startet in seine erste Spielzeit. Der Neuanfang fällt zusammen mit Larissa Sirah Herlens Rückkehr nach Gelsenkirchen, wo sie die Eröffnungsvorstellung der Ruhrtriennale anführt.

Andernorts bleibt der Fußballbegeisterte Micky Beisenherz einer Hobby-Mannschaft in Castrop-Rauxel treu und spielt weiterhin auf hohem Niveau. Seine Leidenschaft spiegelt die lebendige Amateur-Sportkultur der Region wider. Unterdessen geht die dialogorientierte Veranstaltungsreihe von Thomas Koch in ihr sechstes Jahr und fördert den Austausch in der Gemeinschaft.

Für Geschichtsinteressierte bietet DortmUnderground 1978–1998 einen tiefen Einblick in Dortmunds Vergangenheit. Die Ausstellung und das begleitende Buch beleuchten die wilden, prägenden Jahre der Stadt anhand von Fotografien und persönlichen Erzählungen.

In den kommenden Monaten werden diese Projekte Gestalt annehmen – von Poshtarovs intimen Porträts bis zum theatralischen Auftakt der Ruhrtriennale. Birgits neuer Lebensabschnitt markiert einen Wendepunkt nach Jahren der Entbehrung, während Bihegues Führung am Jungen Schauspielhaus ein neues Kapitel für die Bochumer Theaterszene einläutet. Gemeinsam zeigen diese Geschichten, was die Region ausmacht: eine Mischung aus Widerstandsfähigkeit, Kreativität und Gemeinschaftsgeist.

Quelle