07 May 2026, 22:09

Rheinmetall enttäuscht Anleger trotz Rekordauftragsbestand und Wachstumsplänen

Alter deutscher Aktienchein von der deutschen Regierung ausgestellt mit gedrucktem Text und numerischen Werten.

Rheinmetall enttäuscht Anleger trotz Rekordauftragsbestand und Wachstumsplänen

Rheinmetall verzeichnet gemischte Ergebnisse im ersten Quartal – Erwartungen der Analysten verfehlt

Der Rüstungskonzern Rheinmetall hat für das erste Quartal durchwachsene Zahlen vorgelegt, die hinter den Erwartungen der Analysten zurückblieben. Trotz eines Anstiegs des operativen Ergebnisses um 17 % enttäuschten Umsatzwachstum und Gewinnmargen die Anleger. Nach Bekanntgabe der Zahlen gab die Aktie um über 2 % nach.

Dennoch hält das Unternehmen an seiner Jahresprognose für 2026 fest und erwartet einen Umsatz zwischen 14 und 14,5 Milliarden Euro bei einer operativen Marge von rund 19 %.

In den ersten drei Monaten des Jahres erzielte Rheinmetall einen Umsatz von 1,94 Milliarden Euro – ein Plus von 8 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Analysten hatten jedoch mit 2,27 Milliarden Euro gerechnet, sodass die tatsächliche Zahl deutlich unter den Erwartungen blieb. Das operative Ergebnis stieg auf 224 Millionen Euro (plus 17 %), lag aber unter den prognostizierten 262 Millionen Euro.

Der Auftragsbestand des Konzerns wuchs deutlich um 31 % auf 73 Milliarden Euro. Erstmals flossen dabei auch Aufträge aus dem Bereich Marinesysteme ein – ein Zeichen für Rheinmetalls wachsende Präsenz in der maritimen Verteidigung. Die Unternehmensführung bestätigte zudem Pläne, ein vorläufiges Angebot für die German Naval Yards Kiel abzugeben, und prüft eine mögliche Beteiligung an der rumänischen Werft Mangalia.

Für das zweite Quartal rechnet Rheinmetall mit großen Aufträgen im Bereich Marinesysteme und militärische Fahrzeuge. Zudem treibt das Unternehmen den Ausbau seiner Raketenproduktion voran. Im Rahmen einer Partnerschaft mit dem niederländischen Unternehmen Destinus wird Rheinmetall ab Ende 2026 oder Anfang 2027 hochmoderne Marschflugkörper fertigen. Die Destinus Ruta Block 2, ausgelegt für Angriffe auf kritische Infrastruktur, verfügt über eine Reichweite von mehr als 700 Kilometern.

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Bei der Zusammenarbeit mit anderen Rüstungskonzernen führt Rheinmetall weiterhin Gespräche mit Raytheon über Raketenprojekte. Die Verhandlungen mit Lockheed Martin verlaufen hingegen zögerlich, was auf eine zurückhaltende Herangehensweise bei neuen Partnerschaften hindeutet.

Der Rückgang des Aktienkurses spiegelt die Sorgen der Anleger über die schwache Performance im ersten Quartal wider. Dennoch bleibt Rheinmetall auf Kurs, um seine finanziellen Ziele für 2026 zu erreichen – gestützt auf einen Rekordauftragsbestand. Die Expansion in die Bereiche Marinesysteme und Raketenproduktion deutet auf langfristiges Wachstum in der Verteidigungstechnologie hin.

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