Rentenkommission will Lebensarbeitszeit verlängern – doch wie realistisch ist das?
Anett ZobelRentenkommission will Lebensarbeitszeit verlängern – doch wie realistisch ist das?
Eine vom Bund eingesetzte Rentenkommission wird Anfang Juni ihre Ergebnisse vorlegen. Der Bericht soll auch Vorschläge zur Verlängerung der Lebensarbeitszeit enthalten. Thorsten Frei, Kanzleramtsminister von Olaf Scholz, hat sich bereits für ein höheres Renteneintrittsalter ausgesprochen.
Frei argumentiert, dass die Lebenserwartung darüber entscheiden sollte, wann Menschen aus dem Berufsleben ausscheiden. Wenn die Menschen länger leben, müssten sie seiner Meinung nach auch länger arbeiten. Gleichzeitig warnt er vor einer vereinfachten Debatte über eine pauschale Anhebung des Renteneintrittsalters um eine feste Anzahl von Jahren.
Eine bloße Verlängerung der Arbeitszeit um sechs Monate würde nach Ansicht Freis die tiefer liegenden Probleme nicht lösen. Stattdessen sieht er verschiedene Ansätze, um Menschen zu helfen, länger im Berufsleben zu bleiben. Auch die Technologie, etwa die künstliche Intelligenz, werde eine Rolle bei der Gestaltung künftiger Rentenpolitik spielen.
In Deutschland liegt das gesetzliche Renteneintrittsalter bereits bei 67 Jahren. Der anstehende Bericht der Kommission könnte weitere Anpassungen vorschlagen, um dem demografischen Wandel Rechnung zu tragen. Die Vorschläge der Kommission kommen zu einer Zeit, in der Deutschland mit einer alternden Bevölkerung konfrontiert ist. Eventuelle Änderungen der Rentenvorschriften zielten darauf ab, längere Lebensspannen mit wirtschaftlichen Erfordernissen in Einklang zu bringen. Die Bundesregierung wird die Ergebnisse prüfen, bevor sie über das weitere Vorgehen entscheidet.






