Niedersachsen fördert Bodenschutz mit 2,25 Millionen Euro für mehr Klimaresilienz
Bianca StiebitzNiedersachsen fördert Bodenschutz mit 2,25 Millionen Euro für mehr Klimaresilienz
Niedersachsen investiert 2,25 Millionen Euro in Bodenschutz für mehr Klimaresilienz
Das Land Niedersachsen stellt 2,25 Millionen Euro für ein Projekt bereit, das Böden schützen und wiederherstellen soll, um die Klimaresilienz zu stärken. Umweltminister Christian Meyer gab die Förderung am Mittwoch bekannt und betonte ihre Bedeutung für den Umgang mit Extremwetterereignissen. Im Mittelpunkt der Initiative steht die Entsiegelung von Flächen, um die Wasserspeicherung und -aufnahme im Boden zu verbessern.
Die Mittel fließen in das Projekt "KliBoG", das Teil der umfassenden Klimawandelanpassungsstrategie Niedersachsens ist. Ein zentrales Ergebnis wird der zweite Teil des Leitfadens "Entsiegelung für die Klimawandelanpassung" sein, der vom Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) herausgegeben wird. Der Ratgeber bietet praktische Instrumente, um versiegelte Flächen zu bewerten und Standorte zu identifizieren, an denen Entsiegelungsmaßnahmen den größten Nutzen bringen.
Böden spielen eine entscheidende Rolle bei der Bewältigung von Überschwemmungen und Dürren, indem sie den Wasserhaushalt regulieren. Versiegelte Flächen wie Beton oder Asphalt verhindern jedoch, dass Wasser in den Boden sickert, und verschärfen so Oberflächenabfluss und Erosion. Durch die Beseitigung dieser Barrieren soll das Projekt die natürliche Fähigkeit der Böden wiederherstellen, Wasser aufzunehmen und zu speichern.
Der LBEG-Leitfaden enthält Fallbeispiele früherer Entsiegelungsprojekte, auch wenn keine offiziellen Zahlen vorliegen, wie viele Kommunen die Maßnahmen bisher umgesetzt haben. Der für 2026 geplante "GeoBericht 53" dient als Referenz für lokale Behörden, die ähnliche Vorhaben realisieren möchten.
Die bereitgestellten 2,25 Millionen Euro sollen Gemeinden dabei unterstützen, versiegelte Flächen in ganz Niedersachsen zu erfassen und zu reduzieren. Mit den Instrumenten und Richtlinien des Projekts sollen die Bodenfunktionen gestärkt und die Anpassungsfähigkeit der Region an Klimafolgen verbessert werden. Langfristig strebt das Land an, diese Praktiken in die übergreifende Anpassungsstrategie zu integrieren.






