21 March 2026, 20:11

Neue Energiekrise trifft Deutschland nach US-israelischem Angriff auf den Iran

Eine Liniengrafik, die die Stromerzeugung aus Wind und Sonne in Deutschland zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

100 Jahre Energiepreisschocks: Eine kurze Geschichte der deutschen Energiepolitik - Neue Energiekrise trifft Deutschland nach US-israelischem Angriff auf den Iran

Ein jüngster US-israelischer Angriff auf den Iran hat die deutsche Wirtschaft erschüttert und die Hoffnungen auf stabiles Wachstum zunichtegemacht. Der Anschlag löste einen drastischen Anstieg der Energiepreise aus und zwang die Regierung, nach Notlösungen zu suchen. Diese neueste Krise reiht sich ein in eine lange Geschichte von Energieengpässen, die mit Konflikten im Nahen Osten und geopolitischen Spannungen verbunden sind.

Mit Energieinstabilität hat Deutschland bereits eine lange Erfahrung. Kriege im Nahen Osten, sich verschiebende Allianzen und plötzliche Preisschocks haben das Land immer wieder in Turbulenzen gestürzt. Frühere Regierungen reagierten unterschiedlich – manche handelten entschlossen, andere zögerten und setzten die Industrie ungeschützt den Risiken aus.

Die Ölkrise von 1973 markierte einen Wendepunkt. Sie zwang Deutschland, seine Energiepolitik grundlegend zu überdenken, und führte zu langfristigen Strategien, die neue Märkte prägten. Ein ähnliches Muster zeigte sich nach der Krise von 1979, als das Land seine Abhängigkeit von sowjetischem Gas verringerte, indem es Lieferungen aus Norwegen, den Niederlanden und später über Pipelines wie Yamal-Europa und Nord Stream sicherte. Bis in die 2020er Jahre bezog Deutschland Gas aus Russland, Norwegen, den Niederlanden sowie Flüssiggas (LNG) aus Katar und Australien. Doch Russlands Invasion in der Ukraine 2022 erzwang eine erneute radikale Kehrtwende: Der Ausbau von LNG-Importen und erneuerbaren Energien wurde beschleunigt.

Die Diversifizierung der Lieferquellen hat zwar das Risiko gestreut, doch die Abhängigkeit von ausländischer Energie bleibt bestehen. Steigen die Preise, drohen Unternehmen Entlassungen, Produktionskürzungen oder sogar Standortverlagerungen. Verbraucher hingegen protestieren oft auf der Straße. Kurzfristige Lösungen mögen den akuten Druck lindern, doch das grundlegende Problem bleibt: Das deutsche Energiesystem ist strukturell anfällig.

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Die nächste Energiekrise ist keine Frage des Ob, sondern des Wann. Die Geschichte zeigt, dass reaktive Maßnahmen die unvermeidlichen Folgen nur hinauszögern. Um diesen Kreislauf zu durchbrechen, müssen Politiker Energie als strategische Priorität behandeln – und nicht erst dann handeln, wenn die Preise explodieren. Ohne grundlegende Reformen bleibt das Land anfällig für externe Schocks und die Launen globaler Energielieferanten.

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