04 April 2026, 18:12

Nagelsmanns riskante Taktik bringt DFB-Elf vor WM in Erklärungsnot

Ein Mann und eine Frau stehen vor einer Menge, der Mann hält einen Stock; das Papier darunter trägt deutschen Text und Zahlen, was eine Niederlage anzeigt.

Nagelsmanns riskante Taktik bringt DFB-Elf vor WM in Erklärungsnot

Die Kritik an Julian Nagelsmanns Taktik wird immer lauter, während die deutsche Nationalmannschaft in der WM-Vorbereitung mit Problemen kämpft. Trotz eines knappen 2:1-Siegs gegen Ghana sorgen defensive Fehler und fragwürdige Personalentscheidungen für Frust bei Fans und Experten. Die wackeligen Leistungen der Mannschaft haben sogar den Bundestrainer dazu gebracht einzugestehen, dass andere Nationen nun als Favoriten für das Turnier gelten.

Die defensiven Schwächen Deutschlands zeigten sich deutlich in den letzten Spielen. Gegen die Schweiz trafen drei von sieben Torabschlüssen – ein Zeichen für eklatante Lücken in der Abwehr. Joshua Kimmich, sonst als Mittelfeldregisseur eingesetzt, wurde auf der rechten Außenverteidigerposition aufgestellt, was die Mannschaft verwundbar machte. Auch ein ungenauer Pass von Nico Schlotterbeck bescherte der Schweiz eine Torchance und verstärkte die Bedenken.

Nagelsmanns Weigerung, seine Herangehensweise anzupassen, steht zunehmend in der Kritik. Deniz Undav, der nach seiner Einwechslung gegen Ghana den Siegtreffer erzielte, bleibt trotz guter Form auf der Bank. Stattdessen setzt der Trainer auf Kai Havertz und Niclas Füllkrug im Sturm. Seine Fixierung auf eine übertrieben offensive Ausrichtung – ohne ausreichenden Schutz für Kimmich – lässt die Abwehr immer wieder offen dastehen.

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Kritiker bemängeln zudem eine mangelhafte Rotation im Kader. Spieler wie Leon Goretzka und Kevin Andrich kommen zu kurz, während lange Bälle in der zweiten Halbzeit gegen Ghana wirkungslos blieben. Analysten von Union Berlin wiesen auf diese Schwächen als zentrale Gründe für Deutschlands Probleme hin. Selbst herausragende Einzelleistungen, wie Florian Wirtz' weltklasse Auftritt gegen die Schweiz, können die grundlegenden Defizite nicht überspielen.

Antonio Rüdiger, von ARD-Kommentator Philipp Sohmer als Weltklasse-Verteidiger gelobt, zählt zu den wenigen Lichtblicken. Doch da Nagelsmann einräumt, dass andere Mannschaften nun die Nase vorn haben, wächst der Druck auf Team und Trainer weiter.

Die Vorbereitung der DFB-Elf war geprägt von defensiven Patzern, taktischer Unflexibilität und verpassten Chancen. Der 2:1-Erfolg gegen Ghana, erst durch Undavs spätes Tor gesichert, konnte die Kritik kaum dämpfen. Mit dem nahenden Turnierstart werden Nagelsmanns Entscheidungen noch genauer unter die Lupe genommen.

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