Mainz plant Gelbe Tonne bis 2027 – doch Partner und Kosten bleiben unklar
Anett ZobelMainz plant Gelbe Tonne bis 2027 – doch Partner und Kosten bleiben unklar
Mainz treibt Pläne für die Einführung der Gelben Tonne bis zum 1. Januar 2027 voran
Mit dem System will die Stadt den Verbrauch von Plastikmüllbeuteln verringern und die Abfallentsorgung für die Müllwerker erleichtern. Doch für die Umsetzung fehlt noch ein neuer Partner.
Die Idee der Gelben Tonne wurde bereits 2019 vom Stadtrat beschlossen. Seitdem gab es immer wieder Verzögerungen – zuletzt stoppte ein Verwaltungsgericht das Vorhaben, weil der aktuelle Dienstleister BellandVision die Anforderungen an eine Vollservice-Lösung nicht erfüllte. Das Unternehmen argumentierte zudem, die Gelbe Tonne könnte zu mehr Restmüll und höheren Emissionen führen.
Alle zwei Wochen kommt es in Mainz zu Problemen mit gerissenen Verpackungsbeuteln und herumliegendem Abfall während der Sammlung. Die neuen Behälter sollen das ändern, indem sie die instabilen Säcke durch robuste Tonnen ersetzen. Falls der nächste Anbieter jedoch keinen Vollservice bietet, müssen die Anwohner die Behälter selbst an den Straßenrand bringen.
Um voranzukommen, hat die Stadt nun eine neue Rahmenrichtlinie veröffentlicht, um einen geeigneten dualen Systempartner zu finden. Ungeklärt bleibt jedoch, ob auf Eigentümer zusätzliche Kosten zukommen. Bundesweit landet etwa 40 Prozent des Inhalts der Gelben Tonne falsch sortiert im Müll – wie sich dies lokal auswirken könnte, ist in Mainz noch unklar.
Der Start der Gelben Tonne ist in etwas mehr als zwei Jahren geplant. Bei Erfolg könnte sie die Vermüllung reduzieren und die Arbeit der Müllabfuhr erleichtern. Doch ob das klappt, hängt davon ab, ob ein passender Anbieter gefunden wird – und ob die Bürger neue Pflichten oder Kosten tragen müssen.






