Klimaproteste in Braunschweig: Aktivist:innen fordern radikalen Kurswechsel in der Energiepolitik
Bianca StiebitzKlimaproteste in Braunschweig: Aktivist:innen fordern radikalen Kurswechsel in der Energiepolitik
Klimaschutzaktivist:innen der Bewegung Fridays for Future Braunschweig haben sich kritisch zu Deutschlands aktueller Energiepolitik geäußert. Zwar gebe es Fortschritte bei den erneuerbaren Energien, doch drohten jüngste Entscheidungen diese Erfolge zunichtezumachen, so die Gruppe. Im Rahmen bundesweiter Proteste forderte sie einen schnelleren Wandel.
Bei einem jüngsten Klimastreik in Braunschweig – Teil einer überregionalen Aktionswelle in Städten wie Berlin, Hamburg und München – hob der Aktivist Alexander Dammmeier einen zentralen Erfolg hervor: Erneuerbare Energien deckten mittlerweile 62 Prozent des deutschen Strommixes. Er betonte die Vorteile dieser Entwicklung, darunter sinkende Kosten, größere Energieunabhängigkeit, besseren Klimaschutz und neue Arbeitsplätze.
Der Mitstreiter Niko Schoss kritisierte unterdessen die Unterstützung von Wirtschaftminister Robert Habeck für neue Gaskraftwerke. Solche Projekte zementierten die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen und untergrüben den dringend benötigten vollständigen Umstieg auf saubere Energien, warnte Schoss. Die Gruppe fordert stattdessen eine vollständige Versorgung mit Erneuerbaren bis 2035 – ein Schritt, der der Wirtschaft die nötige Planungssicherheit gebe.
Dammmeier warf der Politik des Ministers zudem vor, die jüngsten Fortschritte zu gefährden. Der aktuelle Kurs könne das Wachstum der erneuerbaren Energien bremsen oder sogar umkehren und die Klimaziele damit aus dem Ruder laufen lassen, so seine Befürchtung.
Die Proteste in Braunschweig spiegeln eine bundesweite Forderung nach einem rascheren und entschlosseneren Ausstieg aus fossilen Energien wider. Die Aktivist:innen bestehen darauf, dass das Ziel einer vollständigen Versorgung mit Erneuerbaren bis 2035 unverzichtbar sei – für das Klima wie für die wirtschaftliche Stabilität. Ihre Kritik setzt die Politik nun unter Druck, die jüngsten energiepolitischen Weichenstellungen zu überdenken.






