24 April 2026, 12:13

KI bringt Amy Winehouse und Elvis Presley zurück – doch ist das ethisch vertretbar?

Eine Frau singt in ein Mikrofon auf der Bühne, wöhrend ein Mann eine Akustikgitarre im Hintergrund spielt, mit Deckenleuchten, die die Szenerie erhellen.

KI bringt Amy Winehouse und Elvis Presley zurück – doch ist das ethisch vertretbar?

Eine neue Fernsehshow holt verstorbene Musiklegenden mit künstlicher Intelligenz zurück auf die Bühne."Staying Alive – Stars singen mit Legenden" bringt verstorbene Künstler wie Amy Winehouse und Elvis Presley mit lebenden deutschen Musikern zusammen. Die Sendung, die noch diesen Monat ausgestrahlt wird, hat bereits eine Debatte über die ethischen Grenzen der digitalen Wiederbelebung von Stars ohne deren Zustimmung ausgelöst.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Das zweiteilige Special feiert am 25. April auf ProSieben Premiere, die zweite Folge läuft eine Woche später. Zu den Highlights zählt ein Duett von Amy Winehouse mit dem deutschen Popstar Sasha, die gemeinsam "I Feel Lonely" performen. Weitere Auftritte zeigen Elvis Presley, der "Daylight in Your Eyes" mit den No Angels singt, Alvaro Soler mit Whitney Houston sowie Samu Haber von Sunrise Avenue, der mit Freddie Mercury auf der Bühne steht.

Die Show setzt auf KI, um realistisch wirkende Bilder und Stimmen der verstorbenen Musiker zu generieren. Die Produzenten Endemol Shine und die ProSiebenSat.1 Media SE hoffen auf hohe Einschaltquoten – besonders, da der Sender unter finanziellen Problemen leidet. Kürzliche Sparmaßnahmen, darunter Entlassungen, erhöhen den Druck, erfolgreiche Formate zu liefern.

Der Titel "Staying Alive" könnte dabei eine doppelte Bedeutung tragen: Er ehrt die verstorbenen Künstler und spiegelt zugleich den Überlebenskampf des Senders in einem hart umkämpften Markt wider.

Die Serie ist ein gewagtes Experiment in der Unterhaltungsbranche, das Nostalgie mit modernster Technologie verbindet. Wie das Publikum die digitale Auferstehung der Musikikonen aufnimmt, könnte prägen, wie KI in zukünftigen Produktionen eingesetzt wird. Ob die Wiederbelebung als Hommage oder als Schritt zu weit empfunden wird, entscheiden nun die Zuschauer.

Quelle