05 April 2026, 02:11

IHK Halle-Dessau stellt Forderungen für Sachsen-Anhalts Wirtschaft vor der Landtagswahl 2026

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IHK Halle-Dessau stellt Forderungen für Sachsen-Anhalts Wirtschaft vor der Landtagswahl 2026

IHK Halle-Dessau legt Forderungen vor Landeswahl 2026 in Sachsen-Anhalt vor

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Halle-Dessau hat vor der Landtagswahl 2026 in Sachsen-Anhalt ihre zentralen Forderungen vorgestellt. Das am 25. März 2026 verabschiedete Positionspapier benennt drängende wirtschaftliche Prioritäten – von der Bewältigung des Fachkräftemangels bis zum Abbau von Bürokratie. Unternehmensvertreter fordern nun, dass diese Themen die anstehende politische Debatte prägen.

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Im Fokus des Papiers stehen sieben Kernbereiche: die Sicherung von Fachkräften, die Verbesserung der Bildung, die Förderung von Innovation, die Stärkung des Außenhandels, die Reduzierung von Bürokratie, die Schaffung eines unternehmensfreundlichen Klimas sowie der Ausbau von Energieversorgung und Infrastruktur. Besonders besorgniserregend ist die Personalnot in der Region, der die IHK mit einer besseren Nutzung vorhandener Arbeitskräfte, einer stärkeren beruflichen Ausbildung und weniger Beschäftigungshindernissen begegnen will.

Um das Wachstum anzukurbeln, fordert die Kammer maßgeschneiderte Förderprogramme für kleine und mittlere Unternehmen, einen schnelleren Technologietransfer sowie Innovationsförderung ohne Technologievorgaben. Zudem sollen Verwaltungsaufgaben systematisch überprüft werden, um Regeln zu vereinfachen und Unternehmen zu entlasten.

Bei der Infrastruktur pocht die IHK auf langfristige Finanzierung, beschleunigte Planungsverfahren und Maßnahmen für vernachlässigte Verkehrswege, Brücken und digitale Netze. Auch die Energiepolitik steht auf der Agenda: Gefordert werden eine zuverlässige und bezahlbare Stromversorgung, eine technologieneutrale Wasserstoffstrategie sowie Investitionen in CO₂-Abscheidung und -Speicherung. Besonders betont das Papier den Erhalt des Kraftwerks Schkopau, um Industriearbeitsplätze zu sichern.

Im internationalen Bereich unterstreicht die IHK die Notwendigkeit aktiver Unterstützung beim Erschließen neuer Märkte. Sie setzt sich für eine offene Handelspolitik, eine stärkere Diplomatie und weniger Hindernisse für globale Geschäftsaktivitäten ein.

Die Kammer will das Papier als Grundlage für Gespräche mit Parteien, Kandidaten und der Öffentlichkeit nutzen. Bisher haben sich noch keine Parteien öffentlich zu den Forderungen geäußert oder sie in ihre Wahlprogramme aufgenommen.

Die Vorschläge der IHK fließen nun in die Wahlkampfdebatte ein – mit dem Ziel, die Politik nach der Wahl zu beeinflussen. Sollten die Maßnahmen umgesetzt werden, könnten sie die Rahmenbedingungen für Unternehmen in Sachsen-Anhalt grundlegend verbessern: von weniger Bürokratie über gesicherte Energieversorgung bis hin zu ausgeweitetem Handel. Die weiteren Schritte hängen davon ab, wie Parteien und künftige Abgeordnete auf die Forderungen reagieren.

Quelle