Hitlers "Großer Mercedes" 770 bleibt trotz Millionengebot unverkauft
Ein seltener Mercedes-Benz 770, der einst von Adolf Hitler für Siegparaden genutzt wurde, kam in den vergangenen Wochen unter den Hammer. Das Luxusfahrzeug, auch als "Großer Mercedes" bekannt, gehört zu den nur 88 jemals gebauten Exemplaren dieser Reihe. Es beförderte einige der berüchtigtsten Herrscher der Geschichte, bevor es nach dem Zweiten Weltkrieg von den Alliierten beschlagnahmt wurde.
Erstmals erregte der Wagen 1939 Aufmerksamkeit, als Hitler ihn für hochkarätige Auftritte zu nutzen begann. Im Juli 1940 führte er damit seine Siegparade durch Berlin an – nach der Kapitulation Frankreichs. Noch im selben Jahr war er mit dem italienischen Diktator Benito Mussolini in demselben Fahrzeug durch München gefahren.
Das Modell war exakt nach Hitlers Vorgaben gefertigt worden: mit einer verstärkten Windschutzscheibe und gepanzerten Seitenteilen. Unter der Haube verbarg sich ein 7,7-Liter-Reihenkraftstoffmotor mit acht Zylindern, der 230 PS leistete – für die damalige Zeit eine beeindruckende Leistung. Die viertürige Version kostete ursprünglich 44.000 Reichsmark (heute etwa 182.000 Euro), während die Siebensitzer-Variante auf 47.500 Reichsmark (196.000 Euro) kam.
Neben Hitler nutzten auch andere Staatschefs den Wagen, darunter der japanische Kaiser Hirohito und der spanische Diktator Francisco Franco. Nach Kriegsende konfiszierten alliierte Truppen das Fahrzeug und brachten es in die USA.
Bei der Versteigerung stieg das höchste Gebot auf sieben Millionen US-Dollar. Trotz des Angebots lehnte der Verkäufer einen Verkauf ab. Der Mercedes-Benz 770 bleibt eines der historisch bedeutendsten Automobile aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs. Seine Verbindung zu mehreren Diktatoren und die extrem begrenzte Stückzahl machen ihn zu einem seltenen Zeitdokument. Der Ausgang der Auktion lässt die künftige Besitzverhältnisse vorerst ungewiss.






