18 March 2026, 00:48

Felix Klein verlässt Antisemitismus-Posten – Wechsel ins Auswärtige Amt steht bevor

Ein roter Stempel mit der Aufschrift "Deutsches Reich" vor einem schwarzen Hintergrund.

Felix Klein verlässt Antisemitismus-Posten – Wechsel ins Auswärtige Amt steht bevor

Felix Klein, der Antisemitismus-Beauftragte der Bundesregierung, wird seinen Posten in diesem Sommer nach acht Jahren in dieser Funktion verlassen. Sein Abschied fällt mit dem Antritt einer neuen Position als OECD-Botschafter in Paris zusammen. Die Suche nach einem Nachfolger oder einer Nachfolgerin läuft bereits – Innenminister Alexander Dobrindt leitet das Auswahlverfahren.

Kleins Amtszeit war geprägt von viel beachteten Debatten und einer klaren Haltung gegen Antisemitismus. Er vertrat die Auffassung, dass deutliche Worte oft notwendig seien, um echten Wandel in der Gesellschaft voranzutreiben.

2018 trat Klein sein Amt an, das sich seither zu einer der sichtbarsten und politisch brisantesten Positionen Deutschlands entwickelt hat. Seine Arbeit war von häufigen öffentlichen Diskussionen, Auseinandersetzungen zwischen Behörden und einem konsequenten Kampf gegen Antisemitismus geprägt.

In den vergangenen Jahren initiierte er zahlreiche Projekte und arbeitete eng mit verschiedenen Ministerien zusammen, um das Problem zu bekämpfen. Sein direkter Ansatz sorgte zwar immer wieder für Kontroversen, festigte aber auch die Bedeutung des Amtes als zentrale Anlaufstelle im Kampf gegen Judenfeindlichkeit.

Nun, da sein Ausscheiden bevorsteht, zeigt sich Klein zuversichtlich, dass die Regierung eine fähige Nachfolge finden wird. Bereits jetzt gibt es mehrere Kandidatinnen und Kandidaten, und Dobrindt hat zugesichert, die Auswahl persönlich zu begleiten. Klein betonte, wie entscheidend die Unterstützung des Zentralrats der Juden in Deutschland für den Erfolg seines Nachfolgers oder seiner Nachfolgerin sein werde.

Sein Abschied folgt dem Rotationsprinzip des Auswärtigen Amts. Nach fast einem Jahrzehnt in dieser Funktion und vier weiteren Jahren im Auswärtigen Dienst sieht er den Zeitpunkt für eine neue berufliche Herausforderung als gekommen an. Bald wird er seine neue Aufgabe in Paris antreten.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Der oder die nächste Antisemitismus-Beauftragte übernimmt ein Amt, das für Deutschlands Engagement gegen Hass und Diskriminierung zentral geworden ist. Dobrindts Auswahl – gestützt durch die jüdische Gemeinschaft – wird maßgeblich prägen, wie sich die Position weiterentwickelt. Kleins Nachfolger oder Nachfolgerin erbt einen einflussreichen Posten mit großer Wirkung auf die öffentliche Debatte und die Politikgestaltung.

AKTUALISIERUNG

Anstieg des Antisemitismus nach dem Hamas-Angriff im Jahr 2023 prägte Kleins Amtszeit

Neuere Berichte deuten darauf hin, dass es während Kleins Amtszeit nach dem Hamas-Angriff auf Israel im Oktober 2023 einen scharfen Anstieg des Antisemitismus in Deutschland gegeben hat. Diese Zunahme, die mit dem Gaza-Krieg in Verbindung gebracht wird, veranlasste Klein dazu, zu betonen, dass der Antisemitismus keine Randerscheinung mehr ist, sondern eine Bedrohung für die Demokratie selbst darstellt.