Evangelische Kirche entschädigt Opfer sexualisierter Gewalt mit neuem System ab 2026

Regionalkirchen übernehmen EKD-Anerkennungsrichtlinien - Evangelische Kirche entschädigt Opfer sexualisierter Gewalt mit neuem System ab 2026
Seit dem 1. Januar 2026 können Überlebende sexualisierter Gewalt innerhalb der evangelischen Kirche Deutschlands und ihrer Wohlfahrtsorganisation Diakonie die Anerkennung nach einem neuen, einheitlichen Rahmen beantragen. Die von der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) entwickelten Richtlinien sollen das erlittene Leid der Betroffenen auf konsistente Weise würdigen. Zwar hatten bis zum Stichtag noch keine der regionalen evangelischen Landeskirchen die Regeln formal übernommen, doch die bundesweite Umsetzung läuft nun in allen 20 Landeskirchen und 17 Diakonieverbänden an.
Das neue System sieht für Überlebende eine pauschale Zahlung von 15.000 Euro bei Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung vor. In Einzelfällen können zusätzlich individuelle Anerkennungssummen gewährt werden. Anders als in gerichtlichen Verfahren ist hier kein zweifelsfreier Beweis erforderlich – stattdessen entscheidet die Plausibilität der Schilderungen der Betroffenen über die Anspruchsberechtigung.
Die Richtlinien ermöglichen auch die Überprüfung bereits abgeschlossener Fälle, selbst wenn diese zuvor bereits geprüft wurden. Überlebende, die früher Anerkennungzahlungen erhalten haben, können sich nun erneut an die zuständige Kommission wenden, um eine Neubewertung und mögliche Anpassung zu beantragen. So können frühere Entscheidungen im Lichte der aktualisierten Leitlinien neu bewertet werden. Drei regionale evangelische Landeskirchen in Nordrhein-Westfalen sowie das Diakonie-Werk haben die EKD-Richtlinien bereits übernommen. Die bundesweite Einführung wird über regionale Bündnisse organisiert, etwa den Verbund West (mit den Landeskirchen Rheinland, Westfalen und Lippische Landeskirche) oder den Verbund Niedersachsen und Bremen (mit sechs Landeskirchen). Kirche und Diakonie betonen, dass es sich bei den Zahlungen um eine Würdigung des erlittenen Leids handelt – nicht um vollständige Wiedergutmachung –, sie aber einen Schritt hin zu größerer Verantwortungsübernahme für historische Ungerechtigkeiten darstellen.
Das standardisierte Anerkennungssystem gilt nun für alle 20 Landeskirchen und 17 Diakonieverbände, wobei regionale Bündnisse die Umsetzung koordinieren. Betroffene können Leistungen auf Basis der Plausibilität ihrer Aussagen beantragen, ohne strenge juristische Beweispflichten erfüllen zu müssen. Zudem ermöglicht das System die erneute Prüfung älterer Fälle und sorgt so für einen inklusiveren Umgang mit historischem Missbrauch.

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