29 April 2026, 14:15

Energiekrise verschärft globale Hungersnot – Ölkonzerne kassieren Rekordgewinne

Plakat mit dem Text "Abgesagte Öl- und Gasgenehmigungen im Arctic National Wildlife Refuge" mit Bildern von Solarpanelen und Windrädern vor einem bewölktem Himmel.

Energiekrise verschärft globale Hungersnot – Ölkonzerne kassieren Rekordgewinne

Die globale Energiekrise spitzt sich weiter zu: Steigende Spritpreise drängen Millionen Menschen näher an den Hungerrand. Wie das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (UN) warnt, könnten bis zu 45 Millionen weitere Menschen von Lebensmittelknappheit betroffen sein, sollte sich die Lage über die Jahresmitte hinaus verschärfen. Gleichzeitig verzeichnen Ölkonzerne Rekordgewinne, während Regierungen darum kämpfen, die finanzielle Belastung der Haushalte zu mildern.

Fatih Birol, der Chef der Internationalen Energieagentur (IEA), bezeichnet die aktuelle Krise als schwerwiegender als frühere Ölkrisen oder die Gasmangellage des vergangenen Jahres. Die explodierenden Ölpreise treiben die Kosten für Düngemittel, Transport und Grundnahrungsmittel in die Höhe. Weltweit zahlen Milliarden Menschen mehr für Kraftstoffe, während fast 80 Prozent der Deutschen sich durch die Abhängigkeit von importierten fossilen Brennstoffen bedroht fühlen.

Energieunternehmen profitieren indes massiv von der Krise: Der Nettogewinn des Konzerns BP verdoppelte sich im ersten Quartal 2023 nahezu und erreichte 2,7 Milliarden Euro. Die in Deutschland erhobene Übergewinnsteuer für Energiekonzerne hat bisher rund 2,5 Milliarden Euro eingespielt – Kritiker monieren jedoch, dass die Kosten weiterhin an die Verbraucher weitergegeben werden.

Einige Länder setzen stattdessen auf erneuerbare Lösungen: Südkoreas Präsident will die Netzinfrastruktur ausbauen und ein "Solar-Einkommens"-Programm für ländliche Dörfer einführen. Auch Chinas Export von Solarmodulen stieg im März stark an und verdoppelte sich im Vergleich zum Februar.

Die Krise vertieft die soziale Ungleichheit: Während Ölkonzerne profitieren, leiden Haushalte und die globale Ernährungssicherheit. Ohne Gegenmaßnahmen warnt die UN vor einem drastischen Anstieg des Hungers bis zur Jahresmitte. Regierungen stehen unter Druck, kurzfristige Entlastungen mit langfristigen Reformen der Energiepolitik in Einklang zu bringen.

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