30 April 2026, 08:11

Edeka will 200 Tegut-Filialen retten – doch das Kartellamt muss zustimmen

Innenansicht eines Einkaufszentrums mit Menschen, Geschäften, Infotafeln mit der Aufschrift 'Herzlich willkommen', Beleuchtung, Geländern und einem Topfpalme unten.

Edeka will 200 Tegut-Filialen retten – doch das Kartellamt muss zustimmen

Edeka hat Pläne bekannt gegeben, 200 Filialen der Supermarktkette Tegut zu übernehmen, nachdem Migros sich vom deutschen Markt zurückgezogen hat. Mit diesem Schritt sollen rund 4.500 Arbeitsplätze gesichert und die lokale Nahversorgung mit Lebensmitteln aufrechterhalten werden. Allerdings steht die Übernahme noch unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch das Bundeskartellamt.

Edeka-Chef Markus Mosa hat versichert, alle Mitarbeiter zu übernehmen, falls die Akquisition zustande kommt. Zugleich wies er Vorwürfe zurück, die Übernahme werde zu höheren Lebensmittelpreisen für Verbraucher führen. Stattdessen verwies er auf globale Marken wie Nestlé, deren Schokoladenprodukte kürzlich Preiserhöhungen erfahren hätten, als eigentliche Treiber der Inflation.

Das Unternehmen betonte gegenüber den Aufsichtsbehörden, keine zusätzlichen Gewinne aus der Lebensmittelinflation gezogen zu haben. Mosa warnte, dass ohne das Eingreifen von Edeka viele Tegut-Filialen schließen müssten – mit der Folge von Arbeitsplatzverlusten und Versorgungslücken in der regionalen Lebensmittelversorgung. Selbst Filialen in strukturschwachen Gebieten sollen im Rahmen von Edekas Plänen weiterbetrieben werden.

Mosa drängt das Bundeskartellamt nun zu einer zügigen Entscheidung. Verzögerungen, so seine Argumentation, könnten Arbeitsplätze und die Lebensmittelversorgung in den Gemeinden gefährden. Im Falle der Genehmigung würde Edeka 200 Tegut-Standorte übernehmen und tausende Jobs sichern. Zudem bliebe die Nahversorgung in Regionen erhalten, die sonst möglicherweise ohne Supermärkte dastünden. Die endgültige Entscheidung liegt beim Bundeskartellamt.

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