04 April 2026, 16:11

Drei Verlage testen Regio Pass für grenzüberschreitenden Lokaljournalismus

Schwarze-weißes Zeitungsinserat für das San Pablo Theatre in San Antonio, Texas, mit Text über seine Angebote.

Drei Verlage testen Regio Pass für grenzüberschreitenden Lokaljournalismus

Drei deutsche Zeitungen starten den Regio Pass – ein neues digitales Abo-Modell für regionalen Journalismus

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Drei deutsche Tageszeitungen haben den Regio Pass eingeführt, ein neues digitales Abo-Angebot, das Leserinnen und Lesern den Zugang zu lokalem Journalismus über verschiedene Regionen hinweg ermöglichen soll. Das Pilotprojekt zielt darauf ab, Mehrwert für die Zielgruppen in Städten wie Freiburg, Mannheim und Baden-Baden zu schaffen, indem Inhalte mehrerer Verlage gebündelt werden. Hinter der Initiative steht die Contentpass GmbH mit Sitz in Kleinmachnow, die für die technische Umsetzung und Integration verantwortlich zeichnet.

Am Regio Pass beteiligen sich drei Gründungsverlage: die Badischen Neuesten Nachrichten (BNN), der Mannheimer Morgen und die Badische Zeitung. Wer eines dieser Blätter abonniert, erhält damit auch Zugang zu den Inhalten der anderen Titel – inklusive spezialisierter Berichterstattung. Fußballfans, die Waldhof Mannheim oder den Karlsruher SC verfolgen, können so künftig auch über den SC Freiburg lesen. Ebenso profitieren Kulturinteressierte in Freiburg oder Mannheim von Rezensionen aus dem Baden-Badener Festspielhaus, die in ihrem Abo enthalten sind.

Besonders angesprochen werden sollen Pendler und Bewohner am Rande großer Städte, wo das Interesse an Nachrichten aus Nachbarregionen oft besonders ausgeprägt ist. Dirk Freytag, Geschäftsführer von Contentpass und Präsident des Bundesverbands Digitale Wirtschaft (BVDW), sieht in dem Projekt eine Chance, die Vorteile verlagübergreifender Zusammenarbeit im lokalen Journalismus aufzuzeigen. Nadja Poppen, geschäftsführende Gesellschafterin der BZ.medien Gruppe, hofft, dass die Leserschaft den Regio Pass als sinnvolle Ergänzung ihres Abos wahrnimmt.

Der Regio Pass ist nicht das einzige Experiment mit gebündelten Digital-Abos. Die Allianz Alles plus, angeführt von Der Spiegel und der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ), bietet bereits vergünstigte Pakete an, die regionale und überregionale Titel kombinieren. Der Regio Pass bleibt jedoch vorerst ein zeitlich begrenztes Pilotvorhaben. Nach der Testphase werden die drei Gründungsverlage bilanzieren, ob das Modell erfolgreich war und ob es ausgeweitet oder um weitere Medienpartner ergänzt werden soll.

Die Pilotphase des Regio Pass läuft über einen festgelegten Zeitraum – seine Zukunft hängt von der Resonanz der Leserschaft und den Bewertungen der Verlage ab. Bei einer dauerhaften Einführung könnte das Modell den Zugang zu lokalen Nachrichten über ein größeres Netzwerk regionaler Verlage hinweg ausbauen. Derzeit steht jedoch im Mittelpunkt, wie gut die Zielgruppe auf die crossregionalen Inhaltspakete anspricht.

Quelle