Deutschlandticket zieht Millionen an – doch wer sind die neuen Nutzer wirklich?
Anett ZobelDeutschlandticket zieht Millionen an – doch wer sind die neuen Nutzer wirklich?
Deutschlands 49-Euro-Ticket verzeichnet stetigen Zulauf seit Einführung im Mai 2023
Ursprünglich für 49 Euro pro Monat angeboten, kostet das bundesweite Flatrate-Ticket für den Nahverkehr mittlerweile 63 Euro und hat Millionen Nutzerinnen und Nutzer überzeugt. Doch die meisten Abonnenten waren bereits vor der Einführung gelegentliche ÖPNV-Fahrgäste.
Am 1. Mai 2023 startete das Deutschlandticket als monatliches Abo für 49 Euro, gültig in allen Regionalverkehrsmitteln bundesweit. Bis Anfang 2024 stieg die Zahl der Abonnements auf knapp über 11 Millionen. Nach der ersten Preiserhöhung auf 58 Euro blieb der Trend positiv – die Nutzerzahlen kletterten weiter.
Aktuell besitzen rund 14,6 Millionen Menschen ein Deutschlandticket. Allerdings sind nur etwa 5 Prozent davon komplett neue ÖPNV-Kundinnen und -Kunden. Fast die Hälfte der Abonnenten nutzte Busse und Bahnen bereits zuvor, wenn auch seltener.
Anfang 2025 stieg der Preis erneut – auf 63 Euro – bei 13,5 Millionen aktiven Abos. Das Ticket hat zudem ökologische Effekte: 2023 sanken Autofahrten und CO₂-Emissionen um 5 Prozent, 2024 um 3 Prozent.
Forderungen nach weiteren Anreizen für mehr Nutzer Jens Hilgenberg, Verkehrsreferent beim Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), schlägt zusätzliche Maßnahmen vor, um die Attraktivität zu steigern. Dazu gehören ein bundesweiter Sozialtarif, kostenlose Fahrten für Kinder sowie ein Mobilitätsgeld zur Entlastung von Haushalten.
Das Deutschlandticket hat die Nutzung des öffentlichen Verkehrs ausgeweitet, auch wenn die meisten Abonnenten bereits gelegentliche Fahrgäste waren. Mit einem Preis von nun 63 Euro zieht das Ticket weiterhin Millionen an und reduziert Emissionen. Die Forderungen nach weiteren Rabatten und Zuschüssen zielen darauf ab, noch mehr Menschen für Bus und Bahn zu gewinnen.






