19 June 2026, 12:12

Deutsche Schulspiele 2024: Zwischen Latein, IronChild und Weidenkörben auf der Ems

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Deutsche Schulspiele 2024: Zwischen Latein, IronChild und Weidenkörben auf der Ems

Die Deutschen Schulspiele nehmen in diesem Jahr eine ungewöhnliche Wendung

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Bildungsministerin Karin Prien setzt sich in diesem Jahr für einen stärkeren Fokus auf Wettbewerb und Leistung bei den Deutschen Schulspielen ein. Gleichzeitig beleben konservative Bildungspolitiker ältere Traditionen bei öffentlichen Schulfesten wieder.

An der Fürstin-Gloria-Selbdritt-Grundschule wurden Sportdarbietungen in lateinischer Sprache aufgeführt – mit dem Rücken zum Publikum. Parallel dazu traten die Chicago Boys der Klasse 3b beim IronChild-Wettbewerb an, der Teil der diesjährigen Spiele ist. Der Wettbewerb selbst prüft Kinder über mehrere Tage in den Disziplinen „Schufterei“, „Durchhaltevermögen“ und „Kostenrechnung“.

Die Gewinner des IronChild-Wettbewerbs erhalten ein persönliches Coaching bei CEO Dr. Dr. Ulf-Ulf Vollmann. Verlierer hingegen riskieren eine Empfehlung für das Gymnasium. Unterdessen setzte die Kita Höhlenkinder in Rheda-Wiedenbrück Kleinkinder in nummerierten Weidenkörben auf der Ems aus, um zukünftige Führungskräfte zu identifizieren.

Bernd Kreimer-Rendsburg schlägt vor, alle Leistungsbewertungen nach Spielprinzipien zu gestalten. Sein Plan umfasst ein Ranking-System mit Spielmünzen, die Eltern erwerben können. Das Bundesbildungsministerium erarbeitet nun im Auftrag der Kultusministerkonferenz einen Entwurf für leistungsbasierte Kinderspiele.

Die Veränderungen spiegeln einen Trend zu mehr Wettbewerb und traditionellen Ansätzen in der Bildung wider. Neue Bewertungsmethoden und alte Bräuche werden an Schulen erprobt – die Ergebnisse dieser Versuche werden die künftige Bildungspolitik prägen.

Quelle