China setzt auf deutsche Technologie für sein riesiges Hochgeschwindigkeitsnetz
Edelgard HolzapfelChina setzt auf deutsche Technologie für sein riesiges Hochgeschwindigkeitsnetz
Bis 2035 will China sein Hochgeschwindigkeitsbahnnetz auf über 70.000 Kilometer ausbauen. Das Land betreibt bereits heute das weltweit größte System dieser Art mit einer Strecke von rund 50.000 Kilometern. Um diese riesige Infrastruktur instand zu halten, setzen die Behörden auf moderne Wartungstechnologie.
Das deutsche Unternehmen Vossloh hat einen Auftrag zur Lieferung eines neuen Hochgeschwindigkeits-Schleifzugs (HSG) nach China erhalten. Das Modell HSG-2, das für die präventive Gleisinstandhaltung konzipiert ist, wird in Hamburg gebaut und soll bis zum Sommer 2027 ausgeliefert werden. Diese Technologie reduziert den Verschleiß der Schienen und verbessert gleichzeitig die Sicherheit sowie die Verfügbarkeit des Netzes.
Allein im vergangenen Jahr wurden rund 42.000 Kilometer chinesischer Bahnstrecken mit dem Hochgeschwindigkeits-Schleifverfahren behandelt. Die Methode hat sich weit verbreitet: Zwölf der 18 regionalen Bahngesellschaften des Landes setzen sie bereits ein. Der jüngste Auftrag unterstreicht Chinas anhaltendes Engagement, sein ausgedehntes Schienennetz effizient zu warten.
Der neue HSG-2-Zug wird die bestehende Flotte an Wartungsfahrzeugen in China verstärken. Angesichts der Pläne, das Netz in den nächsten zehn Jahren um 20.000 Kilometer zu erweitern, kommt solchen Technologien eine Schlüsselrolle zu, um den reibungslosen Betrieb zu gewährleisten. Zudem festigt der Auftrag die Position von Vossloh auf dem chinesischen Markt für Bahninstandhaltung.






