Bielefelder Paar entgeht nur knapp einem 240-Euro-Reisebetrug durch Fake-ETA-Website
Edelgard HolzapfelBielefelder Paar entgeht nur knapp einem 240-Euro-Reisebetrug durch Fake-ETA-Website
Ein Paar aus Bielefeld entging im März 2026 nur knapp einem Betrugsversuch, bei dem es fast 240 Euro an eine gefälschte Reisegenehmigungswebsite verloren hätte. Die beiden hatten versucht, eine elektronische Reiseerlaubnis (Electronic Travel Authorisation, ETA) für das Vereinigte Königreich zu beantragen, wurden jedoch misstrauisch, als die geforderte Zahlungssumme ungewöhnlich hoch erschien.
Der Vorfall veranlasste sie, nach der Erkenntnis, dass sie sensible persönliche und finanzielle Daten in ein betrügerisches System eingegeben hatten, eine Online-Anzeige bei der Polizei zu erstatten.
Das Paar hatte mit der Suche nach einer ETA im Internet begonnen und war auf eine scheinbar seriöse Website gestoßen. Dort gaben sie ihre persönlichen Angaben ein – einschließlich der Kreditkartendaten. Als es jedoch zur Zahlung kam, belief sich der Gesamtbetrag auf etwa 240 Euro. Das weckte sofort ihre Skepsis, da die offizielle Gebühr für eine ETA lediglich 18,50 Euro pro Person beträgt. Da ihnen etwas seltsam vorkam, lehnten sie die Transaktion ab und kontaktierten ihre Bank, um die Karte sperren zu lassen.
Der offizielle Antragsweg für die britische ETA führt über das Portal der britischen Regierung unter https://www.gov.uk/eta. Sämtliche gültigen Anträge müssen ausschließlich über diese Seite eingereicht werden. Auch die Verbraucherzentrale Deutschland warnt Reisende eindringlich, vor der Eingabe persönlicher oder finanzieller Daten die Authentizität einer Website zu überprüfen.
Die ETA ist seit fast einem Jahr für Reisende in das Vereinigte Königreich verpflichtend. Das System verlangt von Besuchern, vor der Einreise eine Genehmigung einzuholen – doch Betrüger nutzen diese Pflicht aus, indem sie täuschend echte Fake-Seiten erstellen.
Durch ihr schnelles Handeln konnte das Paar aus Bielefeld einen finanziellen Schaden abwenden, doch ihre persönlichen Daten könnten weiterhin gefährdet sein. Die Behörden raten Reisenden nachdrücklich, ausschließlich das offizielle Regierungsportal des Vereinigten Königreichs für ETA-Anträge zu nutzen. Betrügerische Websites imitieren oft die echten Dienstleistungen, verlangen jedoch überhöhte Gebühren oder stehlen sensible Informationen.






