17 April 2026, 06:13

IHK warnt vor wirtschaftlicher Stagnation in Sachsen-Anhalt bis 2026

Alte Karte von Preußen und Sachsen mit sichtbaren Grenzen, auf altem Papier gedruckt.

IHK warnt vor wirtschaftlicher Stagnation in Sachsen-Anhalt bis 2026

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Halle-Dessau hat auf tiefe wirtschaftliche Herausforderungen hingewiesen, vor denen Sachsen-Anhalt und Deutschland stehen. Auf ihrer Frühlingsvollversammlung betonten die Verantwortlichen, dass Stagnation durch hohe Energiekosten, steigende Lohnnebenkosten, hohe Steuerlasten und übermäßige Bürokratie verursacht werde. Gleichzeitig wurde ein Fahrplan für Reformen vorgelegt, der bis zur Landtagswahl 2026 umgesetzt werden soll.

IHK-Präsident Sascha Gläßer eröffnete die Versammlung mit der Warnung, die Wirtschaft der Region befinde sich weiterhin in einer Phase der Stagnation. Ohne dringende Reformen werde die Wettbewerbsfähigkeit weiter sinken, so Gläßer. Seine Äußerungen fielen zusammen mit der Verabschiedung der "Politischen Positionspapiere für Sachsen-Anhalt 2026", einem Dokument, das als Grundlage für Gespräche mit den Parteien dienen soll.

Das Papier umfasst sechs zentrale Themenbereiche: Arbeitsmarktregulierung, Bildung, Innovation, Außenhandel, Energie sowie Infrastruktur. Zwar erkennen Politiker den Handlungsbedarf an, doch die IHK kritisiert, dass bisher kaum konkrete Entlastungsmaßnahmen umgesetzt wurden.

Ein positiver Aspekt der Versammlung war die Auswertung einer aktuellen Regionalkampagne, die die wirtschaftlichen Stärken Sachsen-Anhalts bewirbt. Die Initiative soll das Vertrauen in den Standort als attraktiven Wirtschaftsstandort wiederherstellen. Dennoch betonte Gläßer, dass nachhaltiges Wachstum nur durch Bürokratieabbau und die Entlastung der Unternehmen von finanziellen Belastungen möglich sei.

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Die Positionspapiere der IHK bilden nun die Basis für Gespräche mit den Parteien im Vorfeld der Landtagswahl 2026. Wirtschaftsvertreter hoffen, dass das Dokument die Politiker zu konkreten Lösungen in den Bereichen Energiekosten, Steuern und Bürokratie bewegt. Ohne entsprechende Maßnahmen, warnt die Kammer, bleibe die wirtschaftliche Perspektive Sachsen-Anhalts düster.

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