Bauindustrie schafft historische Lohngleichheit zwischen Ost und West
Anett ZobelBauindustrie schafft historische Lohngleichheit zwischen Ost und West
Historischer Durchbruch bei der Lohngleichheit in der deutschen Bauwirtschaft
Die Bauindustrie in Deutschland hat einen entscheidenden Wendepunkt in der Frage der Entgeltgleichheit erreicht: Ein neuer Tarifvertrag sorgt nun dafür, dass Beschäftigte in Ost- und Westdeutschland denselben Lohn erhalten. Damit endet eine jahrzehntelange Ungleichheit bei den Einkommen zwischen den Regionen.
Seit diesem Monat gilt die dritte Stufe des Tarifabkommens 2024. Demnach steigen die Löhne in Ostdeutschland um 5,3 Prozent – ein höherer Anstieg als im Westen, wo die Gehälter um 3,9 Prozent angehoben werden. Diese Anpassung folgt dem Grundsatz "Ein Land, ein Lohn, ein Gehalt" und beseitigt die langjährige Lohnlücke zwischen den Regionen.
Carsten Burckhardt, stellvertretender Vorsitzender der Gewerkschaft IG BAU, bezeichnete den Schritt als "historischen Meilenstein". Der Tarifvertrag umfasst rund 920.000 Bauarbeiterinnen und Bauarbeiter bundesweit, davon über 600.000 im Westen. Die aktuellen Regelungen gelten bis zum 31. März 2027.
Mit der Angleichung der Löhne entfällt ein zentraler Unterschied zwischen den Beschäftigten in Ost und West. Erstmals seit Jahrzehnten werden die Entgelte in allen Regionen einheitlich sein. Zudem legt der Tarifvertrag einen festen Zeitplan für künftige Verhandlungen vor dem Auslaufen 2027 fest.






