Augsburgs römisches Erbe kehrt zurück: Neues Museum bis 2033 geplant
Bianca StiebitzGrüne Ampel: Bayern stellt 30 Millionen Euro für Römisches Museum bereit - Augsburgs römisches Erbe kehrt zurück: Neues Museum bis 2033 geplant
Augsburg bekommt nach Jahren der Planung ein neues Römermuseum
Das Projekt rückt dank einer Förderzusage in Höhe von 30 Millionen Euro aus München näher an die Realisierung. Das künftige Museum wird die reiche Geschichte der Stadt als ehemalige römische Siedlung Augusta Vindelicum präsentieren.
Augsburg war einst ein bedeutender römischer Stützpunkt und diente als Hauptstadt der Provinz Raetien. Das letzte Römermuseum der Stadt musste 2012 wegen baulicher Mängel schließen, seitdem fehlte ein eigener Ausstellungsort für die antiken Funde. Seither suchten Verantwortliche nach einem Ersatz.
Das neue Museum entsteht auf einem landeseigenen Gelände in der Karmelitengasse, wo früher ein Gefängnisstandort war. Die Gesamtkosten werden auf rund 60 Millionen Euro geschätzt, wovon nun die Hälfte durch Landesmittel gesichert ist. Noch muss der Stadtrat die Pläne absegnen, doch das Ziel ist eine Eröffnung bis 2033.
Das Museum wird an die Landesausstellung "Römisches Bayern" angebunden, die von der Archäologischen Staatssammlung München organisiert wird. Zu den Highlights zählt ein seltenes Mosaik aus dem 2./3. Jahrhundert, das 1986/87 im Stephansgarten entdeckt wurde. Bei den Ausgrabungen stieß man auf ein römisches Gebäude mit aufwendigen Wandmalereien, Stuck, Marmorverkleidungen und einer Fußbodenheizung – allesamt Exponate, die künftig zu sehen sein werden.
Damit kehrt Augsburgs römisches Erbe zurück in die Öffentlichkeit. Mit gesicherter Finanzierung und einem festen Standort hängt der Erfolg nun von den finalen Genehmigungen ab. Wenn alles nach Plan verläuft, könnten Besucher noch innerhalb des Jahrzehnts in die antike Vergangenheit der Stadt eintauchen.






