Aiwanger will Freie Wähler mit CSU-Kooperation bundesweit stärken
Hubert Aiwanger, Vorsitzender der Freien Wähler, drängt auf eine engere Zusammenarbeit mit der bayerischen CSU. Sein Argument: Eine stärkere Kooperation könnte seiner Partei helfen, bundesweit an Einfluss zu gewinnen. Der Vorstoß kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Freien Wähler über ihre regionale Basis hinauswachsen wollen.
Aiwanger schlägt ein Modell vor, in dem die Parteien zwar ihre Unabhängigkeit bewahren, sich in zentralen Fragen aber gemeinsam positionieren. Er beschreibt dies als "getrennt marschieren, vereint zuschlagen". Bisher hat die Union (CDU/CSU) die Idee jedoch laut Aiwanger abschlägig beschieden und die Freien Wähler damit "im Regen stehen lassen".
Der Vorsitzende der Freien Wähler räumt ein, dass ein Bündnis mit der CSU kein einfaches Unterfangen wäre. Dennoch bleibt er darauf fokussiert, die eigene Stärke seiner Partei auszubauen. Sein Ziel ist es, liberal-konservativen Wählern, die pragmatische Politik bevorzugen, eine Alternative zu bieten.
Der ehemalige CSU-Funktionär Peter Gauweiler hat sich öffentlich für eine Partnerschaft zwischen Freien Wählern und CSU ausgesprochen. Aiwanger ist überzeugt, dass eine solche Zusammenarbeit seiner Partei helfen könnte, in allen Bundesländern die Fünf-Prozent-Hürde zu überspringen. Zudem sieht er darin eine Möglichkeit, dem von ihm kritisierten "zunehmenden Linksruck" in der Politik etwas entgegenzusetzen.
Aiwangers Strategie zielt darauf ab, die Attraktivität der Freien Wähler durch mögliche Verbindungen zur Union zu steigern. Gelänge dies, könnte sich die Partei als stabile Kraft in Landes- und Bundestagswahlen etablieren. Bisher hat die CSU auf den Vorschlag jedoch noch nicht reagiert.






