21 March 2026, 08:11

1&1 kämpft um Marktanteile: Warum der Mobilfunk-Wettbewerb noch zögert

Detailierter alter Stadtplan mit zahlreichen Gebäuden, wahrscheinlich ein Plan von Strand, Deutschland, zeigt Straßen, Strukturen und andere Merkmale.

1&1 CEO Dommermuth Rules Out Sale to Telefónica - 1&1 kämpft um Marktanteile: Warum der Mobilfunk-Wettbewerb noch zögert

Wettbewerb auf dem deutschen Mobilfunkmarkt nimmt seit Markteintritt von 1&1 zu

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Seit 1&1 als vierter Netzbetreiber in Deutschland an den Start gegangen ist, hat sich der Wettbewerb auf dem Mobilfunkmarkt verschärft – mit sinkenden Preisen für Verbraucher als Folge. Dennoch hält das Unternehmen weiterhin nur einen kleinen Marktanteil: Anfang 2026 zählte es rund 1,5 Millionen Kunden und lag damit weit hinter den drei etablierten Anbietern zurück.

An der Spitze des Unternehmens bleibt CEO Ralph Dommermuth auf Expansionskurs. Einen Verkauf des Geschäfts schließt er kategorisch aus und treibt trotz anhaltender juristischer Auseinandersetzungen den Ausbau des Netzes voran.

1&1 war im Oktober 2023 in den deutschen Mobilfunkmarkt eingestiegen, um die Vorherrschaft von Deutsche Telekom, Vodafone und Telefónica O2 aufubrechen. Bis März 2026 stieg der Marktanteil jedoch nur auf magere 2–3 Prozent – gehemmt durch Verzögerungen beim Netzausbau und eine zögerliche Kundengewinnung. Die Bundesnetzagentur hatte ursprünglich eine Abdeckung von 25 Prozent der Haushalte bis Ende 2025 vorgegeben, doch 1&1 übererfüllte dieses Ziel mit 27 Prozent. Bis Ende 2026 peilt das Unternehmen nun eine Versorgungsquote von 35 Prozent an.

Dommermuth kritisiert scharf die Verlängerung niederfrequenter Funkbänder für die Konkurrenten und bezeichnet das Verfahren als rechtswidrig, da 1&1 dabei ausgeschlossen wurde. Diese Frequenzen sind entscheidend für die Indoor-Versorgung und ihre Vergabe ist zu einem Streitpunkt geworden. Ein Rechtsstreit mit der Bundesnetzagentur läuft noch; Dommermuth argumentiert, dass ein fairer Zugang die Wettbewerbsfähigkeit von 1&1 deutlich stärken würde.

Trotz der Herausforderungen bleibt Kooperation eine Option. Dommermuth zeigt sich offen für die gemeinsame Nutzung von Mobilfunkmasten mit anderen Anbietern – vor allem in ländlichen Regionen, wo die Infrastrukturkosten besonders hoch sind. Gleichzeitig wies er wiederholt Spekulationen über einen möglichen Verkauf des Unternehmens zurück und bekräftigte sein langfristiges Engagement für das Projekt.

1&1 hat mit seinem Markteintritt die Mobilfunkpreise gedrückt, doch seine Marktpräsenz bleibt begrenzt. Zwar expandiert die Netzabdeckung, doch die anhaltenden juristischen Auseinandersetzungen um die Frequenzvergabe könnten das weitere Wachstum prägen. Da Dommermuth einen Verkauf ausschließt, konzentriert sich das Unternehmen darauf, das Netz auszubauen und mehr Kunden zu gewinnen.

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