23 June 2026, 18:11

Zwei Drittel der Studiengänge ohne NC: Wie sich die Hochschulzulassung 2026 radikal ändert

Beschränkungen beim Zugang zu Universitäten nehmen weiter ab

Zwei Drittel der Studiengänge ohne NC: Wie sich die Hochschulzulassung 2026 radikal ändert

Mehr als zwei Drittel der Studiengänge an deutschen Hochschulen werden im Wintersemester 2026/27 ohne Zulassungsbeschränkungen angeboten. Dies stellt eine deutliche Abkehr von den Vorjahren dar, in denen Zugangshürden noch weit verbreitet waren. Für Studieninteressierte steigen damit die Chancen, einen Platz im Wunschfach zu erhalten.

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Noch vor einem Jahrzehnt verlangte fast die Hälfte aller Bachelorstudiengänge bestimmte Notendurchschnitte für die Zulassung. Bis zum Wintersemester 2022/23 sank dieser Anteil bundesweit auf nur noch 31,6 Prozent. Aktuell unterliegen 28,7 Prozent der Bachelorstudiengänge weiterhin Beschränkungen – sieben von zehn stehen damit allen Bewerberinnen und Bewerbern offen.

Die regionalen Unterschiede bleiben jedoch beträchtlich: Thüringen, Brandenburg und Rheinland-Pfalz bieten den offensten Zugang, mit weniger als einem Fünftel der Studiengänge, die Zulassungsbeschränkungen vorsehen. Berlin und Baden-Württemberg verzeichnen dagegen nach wie vor die höchsten Anteile an beschränkten Studienplätzen. Hamburg hat indes einen rasanten Wandel durchlaufen: Innerhalb von nur zwei Jahren sank der Anteil der zulassungsbeschränkten Studiengänge von 62,4 auf 37,6 Prozent.

Der Trend deutet auf eine zunehmende Durchlässigkeit im deutschen Hochschulsystem hin. In vielen Regionen können Studierende ihr Wunschfach nun ohne strenge Notenvorgaben belegen. Die Entwicklung spiegelt tiefgreifende Veränderungen in den Zulassungspraktiken der Universitäten über das letzte Jahrzehnt wider.

Quelle