Wochenlange Vollsperrung: Hamburg–Hannover-Strecke wird ab Mai saniert
Pavel FaustWochenlange Vollsperrung: Hamburg–Hannover-Strecke wird ab Mai saniert
Großbaustelle auf der Bahnstrecke Hamburg–Hannover ab 1. Mai 2023
Ab dem 1. Mai 2023 beginnen umfangreiche Sanierungsarbeiten auf der stark frequentierten Bahnstrecke zwischen Hamburg und Hannover. Verantwortlich für die Maßnahmen ist die DB InfraGO, die eine der am stärksten ausgelasteten Strecken Deutschlands modernisieren will – aktuell ist sie mit bis zu 147 Prozent Auslastung überlastet. Sowohl Reisende als auch der Güterverkehr müssen sich auf Einschränkungen einstellen, da die Strecke abschnittsweise gesperrt wird.
In der ersten Phase wird ab dem 1. Mai 2023 der Abschnitt zwischen Celle und Hannover voll gesperrt. Bis zum 14. Juni folgt dann die komplette Stilllegung der 163 Kilometer langen Strecke für die Hauptbauarbeiten. Geplant sind unter anderem der Austausch von Gleisen, die Modernisierung von Weichen, die Erneuerung der Oberleitungen, Brückensanierungen sowie die Aufwertung von Bahnhöfen.
Während der Sperrung werden Fern- und Güterzüge umgeleitet. Für den Regionalverkehr stehen Ersatzangebote bereit, etwa zusätzliche S-Bahn-Verbindungen und Schienenersatzverkehr mit Bussen. Die Arbeiten sind Teil einer bundesweiten "Qualitätsoffensive", mit der die Effizienz der Schieneninfrastruktur nachhaltig verbessert werden soll.
Die aktuellen Sanierungsarbeiten sollen bis zum 10. Juli 2023 abgeschlossen sein. Eine noch umfassendere Modernisierung des gesamten Korridors ist bereits für das Jahr 2029 vorgesehen.
Die vorübergehenden Sperrungen werden den Verkehr zwischen Hamburg und Hannover für mehr als zwei Monate beeinträchtigen. Nach Abschluss der Bauarbeiten dürften sich jedoch die Kapazitätsengpässe auf einer der am stärksten belasteten Strecken Deutschlands spürbar verringern. Weitere groß angelegte Verbesserungen sind in den kommenden Jahren geplant.






