10 June 2026, 10:09

Wirtschaft warnt vor Bürokratie und fordert schnelle Reformen beim Krisengipfel

Vor Spitzentreffen im Kanzleramt: Dehoga-Chef warnt vor Klassenkampf und fordert neues Arbeitszeitgesetz

Wirtschaft warnt vor Bürokratie und fordert schnelle Reformen beim Krisengipfel

Unternehmensführer blicken mit Hoffnung auf den Krisengipfel im Kanzleramt, um Lösungen zu finden. Die Zeit wird knapp, und der Druck auf die Politiker wächst, schnell zu handeln. Vertreter der Wirtschaft warnen, dass Verzögerungen die wirtschaftlichen Herausforderungen noch verschärfen könnten.

Guido Schimke, Chef des Dehoga-Gastgewerbeverbands, hat die Spitzen der Koalition aufgefordert, die vereinbarten Reformen zügig voranzutreiben. Besonders dringend sei das geplante Arbeitszeitgesetz, das noch vor der Sommerpause angegangen werden müsse.

Schimke kritisierte den Vorschlag von DGB-Chefin Yasmin Fahimi für verpflichtende betriebliche Altersvorsorgesysteme. Eine solche Regelung würde seiner Meinung nach den bürokratischen Aufwand und die realen Kosten für Unternehmen erhöhen, ohne das Wachstum zu fördern oder die Jobchancen zu verbessern.

Er warnte zudem vor weiteren Maßnahmen, die die Arbeitskosten in die Höhe treiben könnten, da diese die Stabilität gefährden würden. Schimke betont, dass selbst die Gewerkschaften auf sichere Arbeitsplätze und eine stärkere Wirtschaft angewiesen seien – am besten zu erreichen durch Pragmatismus statt durch Klassenkampf.

Der Branchenverband setzt darauf, dass der Gipfel ein klares Signal sendet. Eine einheitliche Wochenarbeitszeit könnte bald eingeführt werden, wenn die Verantwortlichen entschlossen handeln. Das Ergebnis wird das Vertrauen der Wirtschaft und die wirtschaftliche Stabilität in den kommenden Monaten prägen.

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