Wegners Plan: 20.000 Wohnungen am Rand des Tempelhofer Feldes
Berlins regierender Bürgermeister Kai Wegner hat Pläne für den Bau von Wohnraum an den Rändern des Tempelhofer Feldes vorgelegt. Die Initiative zielt darauf ab, mehr als 20.000 neue Wohnungen für über 50.000 Bewohner zu schaffen. Gleichzeitig sollen die zentralen 200 Hektar der offenen Wiesenfläche nach geltendem Recht unter Schutz bleiben.
Ein Architektenteam stellte kürzlich einen Entwurf vor, der die Errichtung von rund 21.000 Wohneinheiten auf etwa einem Drittel des Geländes vorsieht. Wegner hat den Finanzsenator beauftragt, die wirtschaftliche Machbarkeit des Projekts zu prüfen. Derzeit werden in der Senatsverwaltung die Kosten und die Umsetzbarkeit des Vorhabens geprüft.
In der Öffentlichkeit stößt der Plan auf breite Zustimmung. Eine aktuelle Umfrage ergab, dass 59 Prozent der Befragten eine „maßvolle Bebauung an den Rändern“ befürworten, um die Wohnungsnot in Berlin zu lindern. Der Vorschlag sieht ausdrücklich vor, den geschützten Kernbereich des Tempelhofer Feldes unangetastet zu lassen, sodass die Freifläche erhalten bleibt.
Sollte das Projekt genehmigt werden, wäre dies ein wichtiger Schritt zur Bewältigung des Wohnungsbedarfs in der Stadt. Die nächste Phase hängt von der Einschätzung des Finanzsenators zur wirtschaftlichen Tragfähigkeit ab. Die Pläne könnten Tausende neue Wohnungen schaffen, während das Herzstück des Tempelhofer Feldes bewahrt wird. Nun geht es darum, zu klären, ob das Vorhaben bezahlbar und nachhaltig umsetzbar ist. Eine endgültige Entscheidung wird nach Abschluss der finanziellen Prüfung fallen.






